Gegen Riesen-Windräder: CDU Ergste spricht mit Hagen und Iserlohn

Zusammenschluss

Kann sich Ergste allein gegen die Pläne für Riesen-Windräder stellen? Die CDU-Ortsunion sagt: Nein. Und schließt sich deshalb mit den Politkern in Hagen und Iserlohn zusammen.

Ergste

, 23.09.2020, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Süden von Ergste sollen Windräder entstehen, fast so groß wie der Florianturm im Dortmunder Westfalenpark.

Im Süden von Ergste sollen Windräder entstehen, fast so groß wie der Florianturm im Dortmunder Westfalenpark. © picture alliance/dpa

Zwei rund 200 Meter große Windräder sollen südlich von Ergste entstehen, weitere sind wenige Meter entfernt geplant, auf Iserlohner Gebiet. Und auch Hagen beginnt unweit dieser Stelle.

Deshalb setzt die CDU-Ortsunion Ergste/Villigst auf ein städteübergreifendes Bündnis. „Wir müssen uns nun mit aller Kraft und möglichst vielen betroffenen Kommunen zusammenschließen“, begründet Bernd Krause, Vorsitzender der Ortsunion, dieses Engagement.

CDU: Photovoltaik wäre hier besser als Windkraft

Krause holte Lothar Heinze an Bord nach Ergste, der als Elektrotechniker und Mitglied der CDU Hohenlimburg anhand von Windkarten und Fernsehbeiträgen zum klaren Resümee kam: Hier sei eine Schwach-Wind-Region und die Windenergie sei bei den erneuerbaren Energien, zumindest für Deutschland, keine gute Option, um den wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Photovoltaik sei der bessere Energielieferant, so Heinze weiter. Er sieht insbesondere die hohen Fördermittel, die die Betreiber von Windparks einstreichen, als Grund für die Errichtung, auch in Ergste und Iserlohn.

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„Wir verstehen uns als Kämpfer für die Bürger“

„Es fließt auch Geld, wenn sich kein Rad dreht“, so Bernd Krause kopfschüttelnd, der die Vernetzung auch in Richtung Hagen und Iserlohn in die Hand genommen hat und der gemeinsam mit Herbert Hamacher, Hans-Georg Rehage und Jens Pachowiak erklärt: „Wir verstehen uns als Kämpfer für die Bürgerinnen und Bürger.“

Man müsse „gemeinsam dafür eintreten, dass wir für die Menschen in die richtige Richtung gehen. Deshalb habe ich das Bündnis ins Leben gerufen und bereits Verstärkung von der CDU aus Hagen und Iserlohn erhalten.“

Kontakt mit Experten-Anwalt aufgenommen

Auch ein „parteiübergreifendes Bündnis gegen die Windpark-Ambitionen“ wäre eine gute Möglichkeit gewesen, so Krause weiter, „aber leider kochen manche Mitstreiter ihr eigenes Süppchen, statt für die Menschen gemeinsam etwas zu erreichen“.

Als nächsten Schritt holten sich die CDU-Politiker Rat ein „von einem der Top-Anwälte im Bereich Windparkerrichtung“. Krause unterstreicht: „Wir wollen von Anfang an sattelfest und gut beraten mit der Sache umgehen. Keine Augenwischerei, sondern klare Positionen vertreten, die rechtlich haltbar sind, das ist unser Anspruch.“

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