Die Feuerwehr hat den Gehweg vor einem Wohn- und Geschäftshaus an der Rathausstraße gesperrt. An der Dachrinne hängen riesige Eiszapfen. © Reinhard Schmitz
Wintereinbruch in Schwerte

Gefahr von oben: Wer muss sich eigentlich um Eiszapfen kümmern?

Drei Tage nach dem Schneesturm Tristan zeigt der Winter in Schwerte eine durchaus gefährliche Seite: Eiszapfen an Dächern. Aber Achtung: Die Feuerwehr ist nicht zuständig. Die zog in der Rathausstraße nur Flatterband.

Am Sonntag hat Schneesturm Tristan gezeigt, was passiert, wenn Luftmassen unglücklich aneinander hängen bleiben. Jetzt zeigt uns die Sonne, was passiert, wenn sie auf eiskalte Luft trifft.

Die Sonne erwärmt Hausdächer, der Schnee schmilzt, das Wasser tröpfelt an den Rand des Daches und trifft auf die unter null Grad kalte Luft. Das Ergebnis sind Eiszapfen. Und die die können herunterfallen. Genauso wie Schneebrocken.

Die Feuerwehr hat den Gehweg vor einem Wohn- und Geschäftshaus an der Rathausstraße gesperrt. An der Dachrinne hängen riesige Eiszapfen. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Am Dienstagnachmittag (9.2.) wurde die Feuerwehr gegen 15 Uhr in die Rathausstraße in Schwerte gerufen. Dort hängen große Eiszapfen von einem Dach herunter. Und sie hängen immer noch, denn die Feuerwehr ist für das Entfernen von Eiszapfen nicht zuständig. Die Feuerwehrleute sicherten nur den Bürgersteig mit Flatterband ab und zogen wieder ab.

Hausbesitzer sind zuständig

Für das Entfernen von Eiszapfen sind die Hausbesitzer zuständig. Allerdings erwartet niemand, dass Hausbesitzer selbst auf das Dach steigen oder eine Leiter erklimmen, um die Eiszapfen abzuschlagen.

Am Dienstag wurde die Feuerwehr wegen dieser Eiszapfen alarmiert. Zuständig für die Verkehrssicherheit eines Hauses ist aber der Hausbesitzer. Die Feuerwehr zog nur Flatterband über den Bürgersteig. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Die Feuerwehr Schwerte bittet ausdrücklich darum, den Dachdecker zu rufen, wenn sich an einem Haus Eiszapfen bilden. Und sie bittet außerdem ausdrücklich darum, nicht den Notruf zu wählen.

Weil die Notrufe aktuell wohl Überhand nehmen, informierte die Feuerwehr der Stadt Dortmund am Dienstagnachmittag sogar per Warn-App „Nina“ über dieses Problem.

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Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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