Gaspreis: Hoffnung auf Entspannung im kommenden Jahr

SCHWERTE Die Energiepreisspirale dreht sich – und macht auch vor Schwerte nicht halt. Am Dienstag erklärten die Stadtwerke, dass sich der Gaspreis zum 1. Oktober um 18 Prozent erhöht. Im Gespräch mit Redakteurin Nicole Jankowski nennt Stadtwerke-Geschäftsführer Gerhard Visser die Gründe für die zweite Erhöhung innerhalb eines Jahres.

von von Nicole Jankowski

, 16.07.2008, 19:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtwerke-Geschäftsführer Gerhard Visser.

Stadtwerke-Geschäftsführer Gerhard Visser.

Visser: Die Begründung ist ganz einfach. Wir beziehen unser Erdgas über den RWE-Konzern. Vertraglich ist festgelegt, dass der Erdgaspreis an den Rohölpreis gekoppelt ist. Wenn dieser steigt, steigt auch der Preis fürs Erdgas. Die Erhöhung der Bezugskosten müssen wir in voller Höhe an den Verbraucher weitergeben. Es gibt für uns keine Möglichkeit, diese Differenz anders aufzufangen. Außerdem haben wir nicht, wie viele andere, bereits zum 1. Juli angehoben.Wie sind denn die Aussichten für das kommende Jahr?Visser: Wir planen zurzeit eine weitere Erhöhung, die dann zum 1. Januar in Kraft treten würde. Das ist aber noch nicht verbindlich beschlossen und richtet sich nach der Preisentwicklung beim Rohöl."Es besteht die Hoffnung, dass die Rohöl-Blase platzt"Ist denn gar kein Ende der ständigen Preissteigerungen in Sicht?Visser: Es besteht die Hoffnung, dass im kommenden Jahr die Spekulationsblase beim Rohöl platzen könnte und es wieder zu einer Entspannung kommt. Das würde dann zu einer Entlastung in spürbarer Größenordnung führen – die wir natürlich auch wieder eins zu eins an unsere Kunden weitergeben würden.

Lesen Sie jetzt