Für die Räume der Bahnhof-Apotheke ist schon ein neuer Mieter gefunden

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Es ging ganz schnell. Kaum war bekannt, dass Karin-Barbara Schlüter ihre Bahnhof-Apotheke schließt, da griff schon ein Miet-Interessent für die Räume zu. Er kommt aus der Nachbarschaft.

Schwerte

, 25.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Modernes Ladenlokal, unübersehbare Lage an der Bahnhofskreuzung: Die Räume der Bahnhof-Apotheke bleiben nicht lange leer, wenn Karin-Barbara Schlüter den Betrieb am 28. Dezember schließt. Für die Suche nach einem Mieter brauchte ihr Mann keinen Makler und keine Annonce. Er kommt ganz aus der Nähe. Augenoptikermeister Siegfried Büttner, derzeit noch um die Ecke an der Bahnhofstraße 19a beheimatet, griff sofort zu, als er von der Entscheidung der Apothekerin erfuhr. „Das war Nachbarschaftshilfe sozusagen“, sagt er.

Nach dem Umzug gibt es endlich eigene Parkplätze am Laden

Vor dem Umzug müssen noch einige Umbauarbeiten vorgenommen werden. „Wenn alles so läuft, wie ich es mir wünsche, werden wir Ende März/Anfang April eröffnen“, erklärt Büttner. Dann vergrößern sich nicht nur seine Verkaufsräume mit einem Schlag von 140 auf 250 Quadratmeter. Fast 20 Meter Schaufensterfront bieten auch erheblich mehr Möglichkeiten für die ausgefallenen Dekorationsideen, für die Büttner in der Stadt bekannt ist. Er nennt aber auch noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sechs eigene Parkplätze an der Karl-Gerharts-Straße erleichtern den Besuchern den Weg. „Wir haben viele Kunden aus dem Umland“, freut sich der Augenoptiker: „Bisher mussten sie j.w.d. parken.“

Für die Räume der Bahnhof-Apotheke ist schon ein neuer Mieter gefunden

Optik Büttner ist auch bekannt für seine ungewöhnlichen Deko-Ideen im Schaufenster. In den Räumen der Bahnhof-Apotheke wird es für die Gestaltung noch mehr Möglichkeiten geben. © Reinhard Schmitz

Das zusätzlich Raumangebot nutzt Büttner vor allem, um die Untersuchungseinheiten für Brillen- und Kontaktlinsen-Untersuchungen zu trennen. Nicht wesentlich ausdehnen will er dagegen seinen Präsentations-Bereich mit modischen Brillenfassungen. Und zwar ganz bewusst. „Der Kunde soll sich nicht selbst überlassen bleiben“, sagt er: „Wir setzten auf individuelle, typgerechte Beratung.“

Mit der digitalen Lebensweise wird die Kurzsichtigkeit antrainiert

Auf dieses Erfolgsrezept baut Büttner, seit er sich vor 40 Jahren an der Bahnhofstraße selbstständig gemacht hat. Dort wird er von drei Vollzeit- und zwei Teilzeit-Mitarbeitern unterstützt. Kontaktlinsen sind bei ihnen - im Gegensatz zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern - nicht so häufig gefragt. „Über 90 Prozent“ - so der Optiker - vertrauen auf die Brille, deren Image sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat. „Sie hat ihr Prothesen-Dasein längst verloren“, sagt Büttner: „Viele sehen sie als modisches Accessoire.“ Dass deshalb häufig sogar Fensterglas eingesetzt werde, nur um sie tragen zu können, sei aber „eine Mär.“ Die meisten brauchten die Brille ganz einfach zum Sehen.

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Um die Zukunft seiner Branche macht sich der 70-Jährige keine Sorgen. Wegen der Verbreitung der digitalen Medien sei die Kurzsichtigkeit auf dem Vormarsch: „Die Augen werden nur nocn auf kurze Distanz trainiert.“ Das fange schon bei den Kindern an.

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