Vor zwei Wochen war es noch ein Wunsch, jetzt gibt es eine echte Perspektive: Ab dem 1. März soll Katja Hardt ihren Friseursalon wieder öffnen dürfen. © Carina Strauß
Corona-Pandemie

Friseure dürfen öffnen: „Es ist ein gutes Gefühl, dass sich der Terminplan füllt“

Es war die Nachricht am Mittwochabend: Friseure sollen zum 1. März wieder öffnen dürfen. Nun beginnt der Sturm auf die Termine. Aber in die Freude mischt sich auch die kleine Sorge vor einer Rolle rückwärts.

Eine Flasche Sekt hat sie nicht aufgemacht, aber ein kleiner Freudentanz musste es bei Katja Hardt sein, als am Mittwoch (10.2.) verkündet wurde, dass die Friseure am 1. März unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen. „Es ist herrlich. Ich bin nur am telefonieren. Wir haben so tolle Kunden, die sich auch freuen, dass es jetzt wieder losgeht“, so Hardt am Tag nach der Nachricht.

Endlich eine Perspektive zu haben, sei sehr wichtig. Nun geht der Sturm auf die Termine los. „Direkt von Montag, 1. März, die ganze erste Woche ist schon gut ausgebucht. In der zweiten Woche gibt es noch Kapazitäten.“ Katja Hardt und ihr Team freuen sich, dass es bald wieder losgehen kann. „Jetzt heißt es Kräfte sammeln für den Neustart.“

Bis 22.30 Uhr Termine gemacht

Auch bei Regina Winkler steht das Telefon nicht mehr still. „Ich habe gestern noch bis 22.30 Uhr Termine gemacht“, erzählt die Friseurin. Dabei seien die Kunden informierter gewesen als sie selbst. „Die haben das im Live-Ticker gesehen und haben dann direkt angerufen.“

Um 22.30 Uhr habe sie das Telefon ausgeschaltet und um 8 Uhr am Donnerstag (11.2.) wieder angemacht. Seitdem mache sie nur Termine. „Es ist ein gutes Gefühl, dass sich der Terminplan füllt und man nicht vor einem leeren Terminkalender sitzt. Das tut gut und baut auf.“

Perspektive für die Friseure

Tim Wagener habe es ebenfalls sehr gefreut, dass es nun einen Termin zur Öffnung gibt. Aber er gibt auch zu bedenken: „Bis dahin ist noch eine lange Zeit, da kann noch viel passieren.“ Dennoch: Das Wichtigste sei es nun, eine Perspektive zu haben.

„Das war ja kein Zustand, sich so von Woche zu Woche zu hangeln.“ Auch bei ihm klingele seit Donnerstagmorgen fast ununterbrochen das Telefon.

„Existenz sichern”

„Wir freuen uns riesig, dass es jetzt weitergeht, dass wir unsere Existenz sichern können“, so Elif Yildirim. Für ihre Salons wurde es zuletzt eng. „Ich habe einen Kredit aufgenommen, damit ich keinem Mitarbeiter kündigen musste“, so Yildirim. Nun organisiert sie zusammen mit ihrem Team die Zeit ab dem 1. März.

„Wir organisieren Aushilfen und sogar Freunde von der Friseurschule, damit wir alles auffangen können.“ Man komme schon jetzt kaum hinterher, was die Termine angeht. „Dafür, dass das gestern erst beschlossen wurde, steht schon jetzt mega viel im Terminplan für die erste Woche, aber auch für die Wochen danach.“

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