Doppeldecker im Getreidefeld: Der Pilot konnte die Maschine nach der Bruchlandung selbst verlassen. © Freiwillige Feuerwehr Kamen
Segelflugplatz

Flugzeug verunglückt beim Landeanflug in Kamen

Am Segelflugplatz in Kamen hat sich ein Unfall ereignet. Ein Ultraleichtflieger legte eine Bruchlandung in einem Getreidefeld hin. Für den Pilot aus Schwerte ging der Crash offenbar glimpflich aus.

Schwerer Unfall am Segelflugplatz in Kamen: Nach technischen Problemen ist ein Ultraleichtflugzeug in einem Getreidefeld aufgesetzt. Der 47 Jahre alte Pilot aus Schwerte wurde leicht verletzt, wie die Polizei am Samstagmorgen berichtete.

Der Flugunfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Polizei und Rettungskräfte wurden um 5.39 Uhr informiert. Der 47-Jährige habe ein technisches Problem gemeldet. „Aufgrund dessen musste der Pilot eine Sicherheitslandung auf einem naheliegenden Getreidefeld durchführen“, teilte die Polizei mit. Der Flugplatz befindet sich an der Derner Straße im Kamener Osten.

Geglückte Sicherheitslandung

Die Unglücksstelle liegt nach Angaben eines Feuerwehrsprechers knapp 500 Meter nordwestlich der Piste des Flugplatzes. „Durch die geglückte Sicherheitslandung inmitten eines benachbarten Feldes war der Pilot in der Lage, die Maschine selbstständig zu verlassen und einen Notruf abzusetzen“, teilte die Freiwillige Feuerwehr Kamen mit.

Luftsportfreunde: Außenlandung gut hingekriegt

Der leicht verletzte Mann wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht, wo er ambulant behandelt wurde. Kurz darauf konnte er schon wieder auf dem Flugplatz erscheinen. Der Schwerter war auf dem Rückweg vom alljährlichen Vereinsfliegen bei Sonnenaufgang, als auf Höhe des Kamener Kreuzes der Motor ausfiel und sich nicht wieder starten ließ.

„Die Außenlandung hat er gut hingekriegt. Er hatte keine Chance mehr, eine Wiese zu finden und musste auf dem hoch bewachsenen Getreidefeld landen“, sagte Hartmut Schulze-Velmede, Geschäftsführer der Luftsportfreunde Kamen/Dortmund, die den Flugplatz betreiben.

Wirtschaftlicher Totalschaden

Das Ultraleichtflugzeug der Marke Kiebitz hat sichtbare Schäden am Fahrwerk, am Propeller und an der Flugzeugschnauze davongetragen. Bei der Maschine handelt es sich um einen rund 30 Jahre alten grauen Doppeldecker, der bereits kurz nach der Bruchlandung aus dem Feld geholt und in den Hangar gestellt wurde. Die Feuerwehr stellte an der Unfallstelle sicher, dass keine Brandgefahr bestand. Die Polizei schätzt den wirtschaftlichen Totalschaden auf rund 25.000 Euro.

Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Kamen, des Rettungsdienstes und der Polizei waren im Einsatz. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurde von dem Luftsportverein über eine Notlandung nach einem Triebwerkausfall informiert.

Der Pilot war allein in der zweisitzigen Maschine unterwegs, als ungefähr über dem Kamener Kreuz der Motor ausfiel.
Der Pilot war allein in der zweisitzigen Maschine unterwegs, als ungefähr über dem Kamener Kreuz der Motor ausfiel. © Freiwillige Feuerwehr Kamen © Freiwillige Feuerwehr Kamen
Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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