Im März 2019 war die Letmather Straße vor dem Bahnhofstunnel überschwemmt. Die Feuerwehr hat kritische Stellen wegen der Unwetterwarnung bereits im Blick. © Foto: Manuela Schwerte (A)
Unwetterwarnung

Feuerwehr zur Unwetterwarnung: „Unsere Tauchpumpen sind einsatzbereit“

Der deutsche Wetterdienst warnt vor Unwetter und Starkregen – mit bis zu 200 Litern pro Quadratmeter. Der Schwerter Feuerwehrleiter bleibt gelassen. Und schaut aufmerksam nach oben.

Theoretisch, erklärt der Schwerter Feuerwehrleiter Wilhelm Müller, sei die Feuerwehr ja immer für alles vorbereitet. Trotzdem verfolgen die Feuerwehrleitstellen den Regenradar momentan sehr aufmerksam.

„Wir warten die Dinge ab, die da kommen“, sagt Wilhelm Müller. „Die Tauchpumpen liegen jedenfalls einsatzbereit auf unseren Fahrzeugen.“ Sollte man in Schwerte eine sogenannte „Flächenlage“ bekommen – also die Situation, dass Einsätze an vielen verschiedenen Stellen notwendig werden – gebe es Verstärkung.

„Wir sind ständig mit der Kreisleitstelle in Unna in Kontakt, die Kollegen bereiten sich auch schon vor“, sagt der Schwerter Feuerwehrleiter. Auch die Freiwillige Feuerwehr stehe bereits in den Startlöchern.

Tiefdruckgebiet aus Frankreich zieht über NRW

Momentan zieht nämlich ein Tiefdruckgebiet von Frankreich nach Mitteleuropa und gestaltet das Wetter in NRW in den nächsten Tagen „unbeständig mit teils gewittrigem, unwetterartigem Starkregen“, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert.

Besonders ab Dienstagnachmittag und Mittwoch (14.7.) seien lokal Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu erwarten. Bis Donnerstagmorgen könnte die Lage noch extremer werden: „Punktuell sind auch bis 200 Liter pro Quadratmeter denkbar“, so der DWD.

„Fröndenberg ist abgesoffen“

Der Schwerpunkt liege wahrscheinlich in einem Bereich von der Mitte bis in den Südwesten von NRW, wobei es weiter noch größere Modellunsicherheiten gibt. „Wo es genau herunterkommt, weiß man nie“, sagt Wilhelm Müller. Man kenne aber in Schwerte die Stellen, an denen man besonders gut sichern müsse.

„Den Anwohnern rate ich, Türen und Fenster gut zu schließen.“ Der Tipp hört sich erst einmal simpel an. „Das ist aber wirklich wichtig, viele denken nicht daran“, sagt Wilhelm Müller. Gerade, wenn man unterwegs sei und der Regen überraschend fällt, sollte man darauf achten. In Kellerräumen sollte man grundsätzlich daran denken, Wertgegenstände hoch zu lagern.

Ansonsten hofft der Leiter der Feuerwehr darauf, dass das Unwetter einen Bogen um die Ruhrstadt Schwerte macht – wie beim letzten Mal. Da hatte es dann allerdings das benachbarte Fröndenberg erwischt, und die Schwerter Kollegen hatten dort ausgeholfen. Bis zum Nachmittag waren dort 180 Einsätze zu verzeichnen. Wilhelm Müller: „Fröndenberg, das muss ich sagen, ist regelrecht abgesoffen.“

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Martina Niehaus

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