FDP: Keine Entscheidung über Gesamtschulen ohne den Schulausschuss

Ratspolitik

Wenig Beratung, viel Entscheidung - in Corona-Zeiten ist alles anders. Bei der Schulpolitik geht es der FDP aber zu schnell, sie fordert eine zusätzliche Sitzung.

Schwerte

, 13.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie viele Klassen pro Jahrgang soll die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule haben.

Wie viele Klassen pro Jahrgang soll die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule haben. © Foto: Manuela Schwerte

Normalerweise gehen den Beratungen im Rat die Sitzungen der Fachausschüsse voraus. Seit März aber nicht mehr. Das stört die FDP, vor allem in Sachen Schulpolitik. Sie fordert eine Schulausschusssitzung.

„Auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung bis 2024 wird der Grundsatzbeschluss gefasst, die Zügigkeit der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule und der Gesamtschule Gänsewinkel auf jeweils fünf Züge zu erhöhen. Die Verwaltung wird beauftragt, die hierfür notwendigen baulichen Voraussetzungen für beide Schulstandorte zu schaffen“, so lautet der Beschlussvorschlag für die Ratssitzung. Der zugrunde liegende Schulentwicklungsplan wurde im Sommer 2019 im Schulausschuss und im Rat vorgestellt und zur Kenntnis genommen.

Die Beratungen im Schulausschuss sollten nach Eingang der Stellungnahmen der Schulkonferenzen der Grund- und weiterführenden Schulen erfolgen. Aus Corona-Gründen tagte aber kein Ausschuss mehr. Die Beratungen im Ausschuss für Schule und Sport blieben also aus.

Die FDP hält eine Beschlussfassung von solcher Tragweite ohne eine Beratung im Fachausschuss zum jetzigen Zeitpunkt für „unangemessen“. Aus diesem Grunde fordert die FDP die Verwaltung auf, vor dem Grundsatzbeschluss über die Zügigkeit der beiden Gesamtschulen eine Sitzung des Schulausschusses anzusetzen, um fachpolitische Beratungen zu ermöglichen.

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