Fast 300 neue Wohnungen, mehr als 100 Häuser: Hier soll in Schwerte gebaut werden

dzNeubauten

Beim Wohnungsbau soll eine Menge passieren in Schwerte. Aber welche Projekte sind geplant oder laufen bereits? Und kann der neue Wohnraum den Bedarf decken? Ein Überblick.

Schwerte

, 24.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Wohnraum ist knapp in Schwerte, die Nachfrage steigt - an vielen Stellen entstehen in der Zukunft Neubaugebiete. Potenzial für den Wohnungsbau gibt es überall, knapp 21 Hektar sind im Flächennutzungsplan der Stadt dafür vorgesehen. Das entspricht fast 30 Fußballfeldern und beinhaltet nur die reine Fläche für Baugrundstücke - hinzu kommen dazugehörige Grün- Verkehrs- und Wasserflächen.

620 Wohneinheiten sollen laut rechtsverbindlichen Bebauungsplänen in Schwerte entstehen, die größten Projekte bilden das Areal am Schützenhof mit circa 200 Wohneinheiten bis Ende 2022 und das Neubaugebiet „Am Rosenweg“ mit 16 Einfamilienhäusern und 145 Wohnungen.

Folgende Projekte sind in Bearbeitung oder fertiggestellt:

Schwerte-Mitte:

Westhofen:

  • Auf der Meesenbecke: 18 Einfamilienhäuser seit Mitte 2019

Wandhofen:

  • Holzstraße: 13 Einfamilienhäuser seit Anfang 2018

Holzen:

  • Am Rosenweg: 16 Einfamilienhäuser und 145 neue Wohnungen bis Ende 2020
  • Bohlgarten: 20 neue Wohnungen

Ergste:

Geisecke:

  • Im Westfelde: 62 neue Wohnungen bis Ende 2020

Villigst:

  • Am Winkelstück: 5 neue Wohneinheiten bis Ende 2019

Ob der neu gebaute Wohnraum reicht, schätzt die Stadt durch Prognosen zum Wohnungsbedarf ab. Demnach entstehe bis zum Jahr 2030 ein Bedarf an 226 neuen Einfamilienhäusern und 546 neuen Wohnungen. Das InWis (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung) hat für die Stadt Schwerte ein Handlungskonzept erstellt und darin das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage errechnet.

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Laut Schätzungen der InWis können pro Hektar Netto-Baufläche 22 Eigenheime oder 55 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gebaut werden - basierend auf einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 460 Quadratmetern bei Eigenheimen. „Somit würden auf Grundlage der ermittelten Wohnraumbedarfe ein Flächenbedarf von 10,3 ha für das Segment der Eigenheime und 9,9 ha für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen“, heißt es von der Stadt Schwerte.

Die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen 20,7 Hektar würden also ausreichen für den ermittelten Bedarf bis 2030. Weitere Flächenpotenziale in Baulücken oder zukünftig entstehende Flächen durch Abrisse wurden noch nicht mit einkalkuliert.

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