Fahrrad-Codierung: Das schreckt Diebe ab

SCHWERTE Ein paar kleine Zahlen können viel bewirken. Zum Beispiel, ob ein Fahrrad gestohlen wird oder nicht. Das weiß Polizist Gerd Beckmann aus Erfahrung. Am Mittwoch versah der Freund und Helfer Schwerter Drahtesel mit abschreckenden Gravuren.

von von Larissa Heege

, 16.07.2008, 14:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Durch die Gravur der Polizei kann nun das Fahrrad seinem Besitzer zugeordnet werden.

Durch die Gravur der Polizei kann nun das Fahrrad seinem Besitzer zugeordnet werden.

Bezirksbeamter Gerd Beckmann erklärt, was die Codierung aussagt: „Die Nummer auf dem Fahrrad beginnt immer mit den Buchstaben UN, die stehen für den Kreis Unna. Dann folgt eine vierstellige Zahl für die Straße, in welcher der Fahrradbesitzer wohnt. Nun kommen die Buchstaben SC, für Schwerte. Als letztes werden die Hausnummer und die Anfangsinitialen des Betreffenden eingraviert“.

Eindeutige Zuordnung

Wenn es den Verdacht eines Diebstahls gebe, könne die Polizei bei einem codierten Fahrrad so sicher überprüfen, ob es geklaut sei oder nicht. „Mir wurde vor Jahren schon mal ein Fahrrad geklaut“, berichtet der Schwerter Jürgen Reif. „Da ich mir jetzt ein neues Rad gekauft habe, dachte ich, dass ich es besser codieren lasse.“

Obwohl Werner Schwabe bisher noch kein Fahrrad gestohlen wurde, nutzt auch er das Angebot der Polizei. „Dies ist schon das zweite Fahrrad, das ich codieren lasse. Ich mache das wegen der Sicherheit“, erzählt der Schwerter. Vielleicht liegt es ja auch gerade an den Fahrradcodierungen, dass Werner Schwabe noch nie ein Fahrrad als gestohlen melden musste. Gerd Beckmann berichtet: „Man hat schon einige Diebstähle anhand der Gravierungen aufklären können.“ Eine Codierung sei natürlich keine Diebstahlsicherung, doch scheint sie die Fahrraddiebe abzuschrecken.

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