Großeinsatz der Feuerwehr

Explosion in Mehrfamilienhaus in der Schwerter Innenstadt: Mehrere Verletzte

Eine Explosion erschütterte am Mittwochabend ein viergeschossiges Wohnhaus in der Schwerter Innenstadt. Auch aus Nachbarstädten eilten Rettungskräfte zum Sammelplatz auf dem Busbahnhof.
Die Polizei sperrte den Bereich der Friedensstraße rund um das Explosionshaus mit Flatterband ab. © Reinhard Schmitz

Unaufhörlich heulten am Mittwochabend (17.11.) die Sirenen der Einsatzfahrzeuge durch die Stadt. Auch aus dem Kreis Unna und aus Dortmund wurden sie zusammengezogen, nachdem eine Explosion in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus an der Friedensstraße gemeldet worden war. Um 19.26 Uhr wurde der Alarm „Feuer, Menschenleben in Gefahr“ ausgelöst.

Fenster-Elemente waren nach draußen gedrückt

Beim Eintreffen an der Unglücksstelle – so Einsatzleiter Wilhelm Müller – habe man sofort gesehen, dass sich im dritten Obergeschoss des Wohnhauses eine Detonation ereignet hatte. Fenster-Elemente aus der Fassade waren nach draußen gedrückt worden, man sah Gardinen im Wind flattern. Es habe aber keinerlei Brandentwicklung gegeben.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften stand rund um das Explosionshaus an der Friedensstraße bereit.
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften stand rund um das Explosionshaus an der Friedensstraße bereit. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Erste Einsatzkräfte drangen in das Wohnhaus ein. Sie retteten neun Menschen ins Freie, außerdem zwei weitere aus der Nachbarschaft. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung. Anschließend mussten zwei Personen mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Bei einer dritten wurde noch geprüft, ob dies ebenfalls nötig war oder ob sie bei Verwandten unterkommen konnte.

In den Wohnungen gibt es keinerlei Gasheizungen

Ob das Haus noch bewohnbar ist, sollte ein Statiker prüfen, der vom Technischen Hilfswerk angefordert wurde. Die Feuerwehr wartete darauf, nach seinem Eintreffen auch eine Begehung der Unglücksstelle vornehmen zu können und möglicherweise Hinweise auf die Ursache der Explosion zu finden. In den einzelnen Wohnungen des Hauses gibt es nach Angaben des Einsatzleiters aber keinerlei Gasheizungen oder Gasanschlüsse. Der Bereich vor dem Explosionshaus wurde von der Polizei weiträumig mit Flatterband abgesperrt.

Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Bahnhof Schwerte wurde ein zentraler Sammelplatz für die eintreffenden Rettungsfahrzeuge eingerichtet.
Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Bahnhof Schwerte wurde ein zentraler Sammelplatz für die eintreffenden Rettungsfahrzeuge eingerichtet. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Für die pausenlos eintreffenden weiteren Rettungskräfte ließ Wilhelm Müller einen Sammelplatz auf dem Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Schwerter Bahnhof einrichten. Überall an den Bussteigen und am Rand parkten die Fahrzeuge mit ihren blitzenden Blaulichtern. Am gegenüberliegenden Rewe-Markt war vorsichtshalber die untere Eingangstür zur Beckestraße hin verriegelt worden. Denn hier wusste keiner, was das Großaufgebot zu bedeuten hatte.

Durch die Wucht der Explosion im dritten Obergeschoss des Wohnhauses an der Friedensstraße wurden ganze Fassadenteile nach außen gedrückt. Die Feuerwehr erkundete die Lage von der Drehleiter aus.
Durch die Wucht der Explosion im dritten Obergeschoss des Wohnhauses an der Friedensstraße wurden ganze Fassadenteile nach außen gedrückt. Die Feuerwehr erkundete die Lage von der Drehleiter aus. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Insgesamt waren zehn Rettungswagen angefordert worden, dazu zwei Notärzte, ein Leitender Notarzt sowie zwei organisatorische Leiter für den Rettungsdienst vor Ort. Die Feuerwehr selbst rückte mit Einheiten der Hauptamtlichen Wache sowie der Löschgruppen Schwerte-Mitte, Wandhofen und Westhofen aus, angeführt vom Einsatzführungsdienst und dem Leiter der Feuerwehr, Wilhelm Müller. Gegen 21 Uhr konnten die ersten Fahrzeuge wieder abrücken.

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