Der leitende Impfarzt des Kreises Unna, Theo Spanke aus Schwerte, kennt Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Leser zum Thema Impfen. © Heiko Mühlbauer
Impfzentrum Unna

Experte gibt Antworten auf die drängendsten Fragen rund ums Impfen

Theo Spanke ist medizinischer Leiter des Impfzentrums Unna. Er hat Antworten auf die Fragen gegeben, die Sie unserer Redaktion im Vorfeld zugesendet haben. Dabei drehte es sich auch um Termine.

Selbst für die Menschen, die bereits einen Termin für ihre Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten haben, stellen sich noch Fragen rund um die Terminvergabe. Das zeigt eine Befragung unserer Leser. Sie hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die der medizinische Leiter des Impfzentrums Unna, Theo Spanke, jetzt beantwortet hat.

Die meisten Leser wollten wissen, ob sie zu ihrem vereinbarten Impftermin auch dann kommen können, wenn sie nicht die angekündigte Bestätigung bekommen haben. „Nein. Solche Menschen sollten nicht einfach kommen, sondern unter Tel. 116 117 anrufen und sich ihren Termin bestätigen lassen“, sagt Spanke.

Anderes gelte für Menschen, die zwar einen bestätigten Ersttermin vereinbart haben, aber noch keinen Folgetermin. „In solchen Fällen wird der Folgetermin bei der Erstimpfung hier im Impfzentrum vergeben.“

Mehrere Leser fragten auch, wie viele Tage zwischen Erst- und Folgeimpfung liegen müssten. In einem Fall waren demnach 18 Tage eingeplant. „18 Tage sind definitiv zu wenig. Es müssen mindestens 19 Tage sein, idealerweise 21. Folgeimpfungen sind aber auch noch bis 42 Tage nach der Erstimpfung möglich“, erklärt der Leiter des Impfzentrums.

Bekanntlich sorgt die Erstimpfung allein nicht für einen ausreichenden Impfschutz. Deswegen kann es sein, dass sich Personen nach der Erstimpfung doch noch mit dem Coronavirus infizieren und an Covid-19 erkranken. In solchen Fällen, erklärt Spanke, ist auf die bereits geplante Folgeimpfung zu verzichten. „Eine neue Impfung ist dann erst wieder nach sechs Monaten möglich.“

Impfstoff für Arztpraxen noch nicht in Sicht

Einige Leserinnen und Leser fragten zudem, wann ein Impfstoff zu erwarten sei, der auch in Arztpraxen gespritzt werden könne. Das kann Spanke nicht einschätzen. „Wir hoffen natürlich auf die Impfstoffe, die einfacher im Handling sind.“ Im Impfzentrum Unna wird zunächst nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer verwendet. Sollte AstraZeneca am 7. Februar die erwartete Zulassung erhalten, käme auch dieser Impfstoff grundsätzlich in Frage – wenn auch nur für jüngere Menschen. Diesbezüglich gibt es aber noch keine offiziellen Ankündigungen von Bund oder Land.

Klar ist, dass kein Impfstoff weggeworfen werden soll. Eine Leserin hatte gefragt, was mit Impfstoff passiere, wenn der Impfling nicht erscheine. „Dann wird er den Rettungsdiensten zur Verfügung gestellt“, antwortet Spanke.

Über den Autor
Redaktion Unna
Gebürtiger Mendener, inzwischen in Werne an der Lippe zuhause. Jahrgang 1975. Seit April 2010 im Zeitungsverlag Rubens. Liebt das Lokale und den Kontakt zu den Menschen. Privat Gladbach-Fan, Hühnerhalter und Vater einer Tochter.
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Dirk Becker

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