Erstes Sommerkonzert: Eigenwillige Klangflächen im Blauraum

SCHWERTE Zwei musikalische Leckerbissen bot die Konzertgesellschaft am Sonntag zum Auftakt der Sommerkonzerte. In der Katholischen Akademie sangen die Sopranistin Adriane Oberborbeck und Bassist David Steffens, begleitet von den Pianisten Johanna Marie Hennig und Adrian Suciu.

von von Daniel Frenzle

, 07.07.2008, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Adriane Oberborbeck brillierte mit klarer Stimme und unbeschwerter Ausführung der Stücke.

Adriane Oberborbeck brillierte mit klarer Stimme und unbeschwerter Ausführung der Stücke.

David Steffens, seit 2006 ebenfalls Stipendiat des Cusanuswerks, hat mit seinen 24 Jahren schon eine beachtliche Stimme entwickelt. Die tiefen, sonoren Bässe vereinigten sich mit den Klängen des Flügels zu einer sehr stimmigen Einheit. Der lyrische Bass konnte mit gutem Ausdruck in der Stimme sowie in Gestik und Mimik die Zuschauer in seinen Bann ziehen. Als gemeinsames Werk präsentierten die Sänger die Uraufführung von Christoph Pollacks „Blauräume“. Durch düstere Lyrik und interessante Klänge schufen die beiden ganz eigenwillige Klangflächen, die zum Teil vierhändig am Klavier begleitet wurden.

Pianistin Johanna Marie Hennig (28) kann in ihren jungen Jahren schon auf eine beachtliche Vita zurückschauen. Erst im vergangenen April schloss sie ihr achtjähriges Klavierstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ab. Sie ist mehrfache Preisträgerin, so gewann sie u.a. beim Internationalen Brahms Wettbewerb in Pörtschach den Preis für die beste Liedbegleitung sowie eine Auszeichnung für die beste pianistische Interpretation des zeitgenössischen Pflichtstücks. Adrian Suciu studierte an der Universität Mozarteum in Salzburg Klavier Konzertfach und Opernkorepetition und arbeitet in der Sommerspielzeit 2006 schon als Repetitor für die Tiroler Festspiele Erl. Dieses Konzert war ein gelungener Auftakt zur Konzertreihe, welche am 13. Juli im Haus Villigst mit Werken von Schubert, Bach und Messiaen fortgesetzt wird.

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