Rund 60 Gäste konnten sich – getestet, geimpft oder genesen – am Sonntag endlich wieder ein Live-Konzert in Schwerte ansehen. © Alexandra Wachelau
Live-Konzert

Erstes Schwerter Live-Konzert nach dem Lockdown: „Das ist Nahrung für die Seele“

Am Sonntag gab es im „Javana“ neben der Rohrmeisterei das erste Konzert vor Publikum in diesem Jahr. Gute Inzidenz-Zahlen machten das möglich. Und die nächsten Konzerte sind schon in Planung.

Es scheint fast, als hätte es die vergangenen vierzehn Monate nicht gegeben. Am Sonntagabend (30.5.) ist es rappelvoll im Garten der Werkstatt-Galerie „Javana“ an der Rohrmeisterei. Gespielt wird Groove und Jazz von der Band „Funky Cheese“.

Auch das Wetter hätte nicht besser sein können beim ersten großen Konzert in Schwerte, das seit November 2020 – endlich – wieder vor Publikum stattfinden kann. Der Abend ist etwas Besonderes, das ist auch an der Stimmung der Gäste deutlich zu spüren.

Gespielt wurden Funk und Soul von der Band „Funky Cheese“. Dabei sind Wolfgang Surrey (Sax), Christoph Steiner (Gitarre), Uli Tacke (Bass) und Mark Wördenweber (Drums).
Gespielt wurden Funk und Soul von der Band „Funky Cheese“. Dabei sind Wolfgang Surrey (Sax), Christoph Steiner (Gitarre), Uli Tacke (Bass) und Mark Wördenweber (Drums). © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Melanie Krajewski ist mit Mann und Kind vor Ort. Lange musste sie auf ein Konzert wie dieses verzichten. „Wir freuen uns schon die ganze Woche auf die Musik“, schwärmt sie. Sie ist treue Besucherin der Konzerte im „Javana“ und musste daher beim Saisonstart auch mit dabei sein.

„Der Umgang mit Musik und insgesamt der Kultur in letzter Zeit, das hat einen sozusagen ein bisschen ausgehungert“, sagt Melanie Krajewski. Musik, betont sie, sei ihr „unglaublich wichtig“: „Das ist sozusagen Nahrung für die Seele.“

Auch Susanne Wördehoff genießt es, endlich wieder im Werkstatt-Garten sitzen zu können. „Die Freude war sehr groß, als ich die Nachricht erhalten habe, da musste ich mich sofort anmelden“, sagt sie. Susanne Wördehoff besucht die Konzerte von Jan van Nahuijs schon seit Jahren.

In der Werkstatt-Galerie wird es nun fast jeden Sonntagabend ein Konzert geben – wenn alles gut läuft bis Mitte Oktober, so Nahuijs.
In der Werkstatt-Galerie wird es nun fast jeden Sonntagabend ein Konzert geben – wenn alles gut läuft bis Mitte Oktober, so Nahuijs. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Im Jahr 2020 ist sie Pandemie-bedingt gar nicht dort gewesen – „wie das bei so viele Sachen in dieser Zeit ist“, sagt sie bedauernd. Doch sie sei schon auf die nächsten Wochen gespannt: Dann geht es nämlich – nach über einem Jahr Pause – wieder im alten Rhythmus weiter mit den Konzerten im „Javana“.

Ab jetzt gibt es wieder jeden Sonntag ein Konzert

Diese finden jeden Sonntagabend direkt neben der Rohrmeisterei statt. „Wenn alles gut läuft, ziehen wir jetzt durch bis zum 15. Oktober“, sagt Veranstalter Jan van Nahuijs. Auch er ist sichtbar froh über die Möglichkeit, wieder Gäste in seine Werkstatt-Galerie zu lassen.

Durch einen kleinen Umbau können hier nun, mit genügend Sicherheitsabstand, mehr als 60 Gäste Platz nehmen. „Sonst kommen immer ungefähr 35 bis 45 Gäste, je nach Geschmack und Wetterlage“, erinnert sich Jan van Nahuijs an die vergangenen Konzerte im „Javana“ zurück. An diesem Abend musste er Stühle dazu holen.

Der Umgang ist dabei herzlich, viele seiner Gäste kennt er persönlich und hat manche schon genauso lange nicht mehr gesehen, wie er keine Veranstaltungen mehr machen konnte.

Jan van Nahuijs und Andrea Schütte veranstalten die Konzertreihe. Diese startet nun fast jeden Sonntagabend - bis Oktober, wenn die Corona-Inzidenz so gut bleibt, so Nahuijs.
Jan van Nahuijs und Andrea Schütte veranstalten die Konzertreihe. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

„Wir hätten im vergangenen Jahr eigentlich den fünften Geburtstag dieser Konzertreihe gefeiert, aber dann kam Corona“, erinnert sich Jan van Nahuijs mit Bedauern. Die Feier hätte in der Rohrmeisterei stattgefunden. Nun steht im Juni bereits das sechste Jahr der Veranstaltungsreihe an.

Jan van Nahuijs weist jedoch darauf hin, dass in dem Monat außerdem die Ruhr Open Art startet – vielleicht auch in einem etwas größeren Umfang als im vergangenen Jahr.

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