Mithilfe von Sequenzierungen werden die einzelnen Varianten i des Coroanvirus m Labor ermittelt. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Erste Fälle der Delta-Variante im Kreis Unna – Grund zur Sorge?

Am Dienstag (22. Juni) vermeldete der Kreis Unna die ersten ersten Fälle der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. Ist die Lage alarmierend? Das sagt der Kreis dazu.

Die Delta-Variante ist in Deutschland auf dem Vormarsch – besonders Hessen und Bayern sind betroffen. Und auch hierzulande häufen sich die Fälle: In NRW wurden laut RKI bislang 110 Delta-Infektionen nachgewiesen. Es gibt weitere 157 Verdachtsfälle (Stand: 16. Juni).

Der Kreis Unna vermeldete am Dienstag (22. Juni) die ersten Infektionen mit der Delta-Variante. Neun Menschen haben sich im Kreis der Mutation infiziert. Im Zusammenhang mit dem täglichen Update teilte die Pressestelle mit: „Die neun Fälle werden aus technischen Gründen alle am heutigen Dienstag in die Statistik aufgenommen. Es handelt sich um Nachträge aus den vergangenen Tagen und Wochen.“

„Kein aktuelles Delta-Varianten-Ausbruchsgeschehen“

Auf Nachfrage unserer Redaktion, aus welchem Zeitraum die Fälle stammen, vermeldete Kreis-Pressesprecherin Birgit Kalle: „Es handelt sich um Einzelfälle, die seit dem 12. Mai aufgetreten sind. Die Kontakte konnten erfolgreich nachverfolgt werden. Teilweise sind die Personen schon genesen.“

Deshalb beruhigen die Verantwortlichen auch und sprechen davon, dass „kein aktuelles Delta-Varianten-Ausbruchsgeschehen im Kreis“ vorliegt. Birgit Kalle sagt: „Derzeit gibt es für den Kreis Unna keinen Anlass, sich Sorgen wegen der Delta-Variante zu machen. Es gibt aktuell keinen Ausbruch – im Gegenteil: Die Corona-Fallzahlen insgesamt sind auf einem erfreulich geringen Niveau.“

Die neun Fälle der Delta-Variante verteilen sich wie folgt:

  • Bönen 1
  • Holzwickede 1
  • Lünen 2
  • Schwerte 5

In seinen nächsten Updates versucht der Kreis auch die neue Variante in den Zahlen einfließen zu lassen. Aktuell hätten die Tücken der Technik leider die Aufschlüsselung nach Kommunen verschluckt, wie die Pressesprecherin auf Nachfrage klarstellte.

Gleiche Quarantäneregeln

Trotz der hohen Ansteckungsgefahr gelten für die Delta-Variante keine besonderen Quarantäne-Regeln. Deshalb kommt die Quarantäneverordnung des Landes NRW zur Geltung.

Diese besagt eine Quarantäneplicht für

  • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist
  • Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen
  • Personen, die Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb einem PCR-Test unterziehen – bis zum Vorliegen des Testergebnisses

Die Quarantäne endet, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen beziehungsweise während der Quarantäne auftreten, frühestens nach 14 Tagen ab der Vornahme des ersten Erregernachweises.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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