Ergster Ärztin berät Auslands-Reisende zu Viren, Bakterien und Vorsorge

SCHWERTE Dr. Beate Henschel zitiert Goethe: „Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr.“ – Und schon ist sie mitten im Thema. Die Ärztin aus Ergste ist Reisemedizinerin.

von Von Hilke Schwidder

, 17.07.2008, 08:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Beate Henschel aus Ergste ist Expertin für Gesundheitsvorsorge bei Auslandsreisen.

Dr. Beate Henschel aus Ergste ist Expertin für Gesundheitsvorsorge bei Auslandsreisen.

Als Expertin für Gesundheitsvorsorge auf Reisen kennt sie sich mit Viren und Mücken, Bakterien und anderen Krankheitserregern in fremden Ländern aus.Die Liste der Krankheiten ist lang Mit ihr planen viele Schwerter ihre Urlaube. Detail für Detail. Denn es ist vom Reiseziel abhängig, welche Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen. Ob Hirnhautentzündung in Osteuropa, Hepatitis A-Erreger in südlichen Ländern, Malaria in den Tropen oder Tollwut in Asien: Die Liste möglicher Krankheiten ist lang, und das Fachwissen muss immer aktualisiert werden. Beate Henschel hält sich auf dem neusten Stand, welche Krankheiten wo auftreten und wie man sich dagegen schützen kann. Sechs bis acht Wochen vor der Abreise geht die Ergsterin mit ihren Patienten alle Eventualitäten durch. In welches Land führt die Reise? Und wie sieht sie aus? – Gute Hotels bieten mehr Sicherheit als eine Trekkingtour durch die Wildnis.Reisende bereiten sich immer gezielter auf ihren Urlaub vor Ein weiterer entscheidender Punkt ist der Gesundheitszustand der Reisenden: „Schwangeren würde ich zum Beispiel abraten, in ein Malaria Gebiet zu fahren“, sagt Beate Henschel. Im Prinzip wolle sie aber niemandem seine Unternehmungslust ausreden. Es gehe vor allem darum, den Patienten aufzuklären. Er solle die Risiken und die Vorsorge-Möglichkeiten kennen. „Eine Erkrankung an Hepatitis A oder Tollwut muss nicht sein“, betont die Ärztin. Gegen beide Krankheiten schützen Impfungen, die gut verträglich sind. Und gerade für Länder wie China und Indien sei die Tollwut-Vorsorge ein wichtiges Thema. Dort seien viele Tiere infiziert. „Sogar Welpen können krank sein, obwohl sie gesund erscheinen“ , warnt die Ärztin. Dr. Beate Henschel freut sich, dass sich immer mehr Reisende gezielt auf ihre Urlaube vorbereiten. Es gebe die Tendenz, zu einem bewussten Umgang mit dem Thema Vorsorge. Auch für sie sei es schöner, planen und vorbeugen zu können. – Und nicht nur nach der Rückkehr die Krankheiten behandeln zu müssen.

Lesen Sie jetzt