Energie, Mieten, Strom: So teuer ist das Leben in Schwerte 2020

dzLebenshaltungskosten

Strom wird teurer, Abwasser billiger: Das ändert sich preislich 2020 für die Schwerter. Wir haben eine Liste zusammengestellt von A wie Abwasser bis V wie Verkehr.

Schwerte

, 12.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Gehaltsempfänger gibt es im nächste Jahr auf jeden Fall mehr Netto vom Brutto. Denn die Anfangsgrenzen der Steuerstufen wurden mit dem Jahreswechsel heraufgesetzt. Und wofür muss man das Geld ausgeben? Manches wird teurer anderes günstiger. Wie teuer das Leben in Schwerte in diesem Jahr wird: Hier Preisveränderungen, die man vorhersehen kann, und ein paar Tendenzen.

Abwasser

Leicht gesunken sind die Kosten für die Abwasserbeseitigung. Der Kubikmeter Schmutzwasser sinkt von 3,61 Euro auf 3,56 Euro, die Kosten für Niederschlagswasser von 1,27 auf 1,20 Euro pro Kubikmeter. Schmutzwasser wird nach dem Trinkwasserverbrauch berechnet, bei Niederschlagswasser zählen die versiegelten Flächen des Gebäudes. Beide Kosten werden vom Vermieter auf die Mieter umgelegt.

Gas

Eine herbe Preissteigerung muss ein Teil der Gaskunden der Stadtwerke hinnehmen. Wer in den vergangenen drei Jahren sich mit dem Ruhrpower 36 Vertrag stabile Konditionen gesichert hat, muss nun die Steigerungen, die die übrigen Kunden in den vergangenen drei Jahren hinnehmen mussten, auf einmal tragen. Bis zu 8 Prozent kostet dann die Heizenergie mehr. Für ein gut gedämmtes Durchschnittshaus kann das im Jahr Zusatzausgaben von bis zu 150 Euro ausmachen. Betroffen sind von er Erhöhung etwa 40 Prozent der Gaskunden der Stadtwerke.

Grundsteuern

Die schrittweise Erhöhung der Grundsteuer B, die man zur Haushaltssanierung bereits 2012 beschlossen hatte, läuft aus. Deshalb gibt es in diesem Jahr erstmals keine Erhöhung. Bürgermeister Dimitrios Axourgos hatte bei der Vorstellung des städtischen Etats versprochen, dass es nicht nur bis 2021 keine Erhöhungen gebe, wie man es im Ratsbeschluss festgelegt hatte, sondern bis 2023. Die Grundsteuer B wird für bebaute oder bebaubare Grundstücke erhoben und vom Vermieter an die Mieter mit den Nebenkosten weitergereicht.

Mieten

Die Mietpreise in Schwerte steigen statistisch gesehen deutlich. Seit 2011 um nahezu um 20 Prozent, sagt zumindest eine Statistik des Immobilienportals Wohnungsboerse.net. Der WDR hat dagegen nur die vergangenen zwei Jahre betrachtet und kommt dabei zumindest bei Bestandswohnungen auf keine Steigerung der Mieten. Da der Wohnungsmarkt aber immer noch mehr Nachfrage als Angebote verzeichnet, werden zumindest bei Wohnungswechsel Mietsteigerungen anfallen. Also tendenziell werden die Mieten steigen.

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Müllgebühren

Die Müllgebühren sinken. Und zwar je nach Tonnengröße und Abholzyklus um 0,2 bis 0,3 Prozent. Die Standard-Variante – eine 80 Liter Tonne, die alle 14 Tage geleert wird – kostet dann statt 176,30 Euro nur noch 175,85 Euro. Nennenswerte Beträge kommen da nur bei den ganz großen Tonnen (1100 Liter) zustande. Die werden 4 bis 11 Euro günstiger, kosten allerdings je nach Abholzyklus bis zu 6400 Euro jährlich. Da diese Tonnen meist für ganz große Wohnhäuser vorgesehen sind, spürt der einzelne Mieter die Kostensenkung wahrscheinlich auch kaum.

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Strom

Teuerer werden die Strompreise zumindest für die Kunden der Stadtwerke. Und zwar egal welchen Tarif sie derzeit haben. So kostet seit 1. Januar die günstigste Kilowattstunde Strom in der Vertragsvariante „Ruhrpower 24 max“ brutto 30,944 Cent. Die Kunden, die in der Grundversorgung sind, müssen nun 33,24 Cent pro Kilowattstunde berappen. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies etwa 2,90 Euro mehr im Monat, rechnen die Stadtwerke vor. Über alle Tarife gesehen, steigt der Strompreis damit um etwa 4,5 Prozent.

Trinkwasser

Keine Änderung gibt es beim Preis für Trinkwasser. Der Wasserpreis bleibt zumindest über den Jahreswechsel stabil.

Verkehr

Der Verkehrsverband Rhein-Ruhr hat seine Tarife zum Jahreswechsel um 1,8 Prozent erhöht. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg, der auch in Schwerte fährt, erhöht die Preise für seine Zeitkarten. Die Preise bei den Einzelfahrscheinen bleiben unverändert. Der Westfalentarif, der auch für die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna gilt, bleibt zum Jahreswechsel unverändert, nachdem es im Sommer 2019 einzelne Erhöhungen gegeben hatte.

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