Mit einem Hubsteiger ging es den Eiszapfen am Freitag an den Kragen. © Jörg Bauerfeld
Winter in Schwerte

Eiszapfen an der Rathausstraße in Schwerte sorgten für Polizeieinsatz

Polizei und ein Hubsteiger haben am Freitag in der Rathausstraße in Schwerte für Aufsehen gesorgt. Dachdecker mussten riesige Eiszapfen abschlagen. Aber warum war die Polizei vor Ort?

Schon am Dienstag (9.2.) musste die Feuerwehr in der Rathausstraße in Schwerte anrücken. Kein Feuer war der Anlass, eher das Gegenteil. Es ging um Eiszapfen, die sich an der Dachrinne eines Wohn- und Geschäftshauses gebildet hatten. Die Eiswunder hingen genau über einem Bürgersteig in einer durchaus beachtlichen Höhe.

Bereich wurde großflächig abgesperrt

Um die Bürger zu schützen, wurde der Bereich unter den vom Dach hängenden Eiszapfen zunächst einmal mit Flatterband abgesperrt. Mehr unternahm die Feuerwehr nicht, da sie für das Entfernen der Eiszapfen nicht zuständig ist – hier braucht es einen Dachdecker.

Ein Zettel an einem Stuhl warnte neben dem Flatterband vor der Gefahr von oben. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Um die Bürger zusätzlich auf die Gefahr von oben aufmerksam zu machen, hatten Mitarbeiter des Bestattungsinstitutes Lategahn, über dessen Eingang die gefährlichen Gebilde immer weiter wuchsen, einen Stuhl auf dem Gehweg platziert, inklusive Schild mit der Aufschrift: „Achtung – Lebensgefahr durch vom Dach hängende Eiszapfen.“

Am Freitag (12.2.), drei Tage nach dem Absperren, ging es den Zapfen nun an den Kragen. Aber mit Verspätung, denn die zur Hilfe gerufene Dachdeckerfirma kam nicht an das Haus heran. Geparkte Autos standen im Weg. Der Hubsteiger, mit dem die Arbeiter in die Höhe wollten, konnte nicht richtig platziert werden.

Polizei musste die Halter der Fahrzeuge ermitteln

Also musste die Polizei ermitteln, wem die Autos gehören. „Um 10.50 Uhr sind wir telefonisch benachrichtigt worden“, sagt Polizeipressesprecher Christian Stein. Ein Dachdecker sei vor Ort, aber aufgrund von parkenden Fahrzeugen sei ein Entfernen der Eiszapfen nicht möglich, hieß es zu diesem Zeitpunkt.

Die Beamten, die sich vor Ort befanden, hätten dann die Fahrzeugführer telefonisch erreicht. Die Fahrzeuge hätten umgesetzt werden können. Gegen Mittag hatten die Dachdecker die Zapfen dann abgeschlagen, sodass zumindest in diesem Bereich der Schwerter Rathausstraße keine Gefahr mehr von den spitzen Eisgebilden ausgeht.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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