Eichenprozessionsspinner: Zwei Nester auf einem Spielplatz in Geisecke gefunden

dzGelände gesperrt

Die gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind zurück in Schwerte. In Geisecke wurde ein Spielplatz gesperrt. Und auch eine zweite Meldung liegt bei der Stadt bereits vor.

Geisecke

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind erneut in Schwerte aufgetaucht. Gleich zwei Nester mussten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs am Montagmorgen an einem Spielplatz in Geisecke beseitigen.

Die Raupen des Nachtfalters gelten für den Menschen als hochgefährlich - ihre Brennhaare können Ausschlag und schlimmere allergische Reaktionen auf der Haut verursachen.

Im Ganzkörper-Schutzanzug mussten Nina Nehring und Michael Wollmer vom Baubetriebshof die Raupen vom Baum auf dem Spielplatzgelände an der Dorfstraße entfernen. „Das Nest war sehr groß, erst ging es gar nicht durch den Schlauch“, sagt Nehring nach dem Einsatz.

Eichenprozessionsspinner: Zwei Nester auf einem Spielplatz in Geisecke gefunden

Raupenbefall: Der Spielplatz in Geisecke bleibt erstmal gesperrt. © Aileen Kierstein

Der Inhalt des Saugers wird anschließend erneut luftdicht verschlossen und entsorgt. Auch die Anzüge müssen weg - nur so kann verhindert werden, dass Menschen mit den gefährlichen Brennhaaren der Raupe in Berührung kommen.

Ausbreitung kann nur durch Vernichtung verhindert werden

„Wir hoffen, dass wir alles erwischt haben. Jetzt müssen wir immer wieder überprüfen, ob erneut Raupen auftauchen - einmal am Nachmittag und dann wieder morgen früh“, sagt Nehring. Bis es über mehrere Tage keinen neuen Fund gibt, bleibt der Spielplatz an der Dorfstraße noch gesperrt.

Eichenprozessionsspinner: Zwei Nester auf einem Spielplatz in Geisecke gefunden

Zwei Nester der Eichenprozessionsspinner-Raupe sind am Spielplatz in Geisecke an der Dorfstraße aufgetaucht. © Aileen Kierstein

In ganz NRW und auch in weiten Teilen Deutschlands werden die Raupen regelrecht zur Plage. Die weiblichen Falter legen ihre Eier - das können bis zu 200 Stück sein - in den Baumkronen ab. „Eigentlich kann man die Ausbreitung nur verhindern, indem man die Nester frühzeitig entdeckt.“

Kurz nach dem Schlüpfen schließen sich die Raupen des Falters zu den typischen „Prozessionen“ zusammen und wandern gemeinsam zum Fressen hoch in die Baumkrone.

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Zweite Meldung aus Zimmermanns Wäldchen

Beim Baubetriebshof ist bereits eine weitere Meldung eingegangen. Auch am Zimmermanns Wäldchen sollen sich die Raupen niedergelassen haben.

Eichenprozessionsspinner: Zwei Nester auf einem Spielplatz in Geisecke gefunden

Mit diesem Sauger werden die Raupen vom Baum geholt. Der Inhalt wird anschließend speziell entsorgt. © Aileen Kierstein

Hier gibt es eine andere Vorgehensweise, erklärt Gerhard Krawczyk vom Baubetriebshof: „Straßen, Spielplätze oder Parks werden direkt gesperrt. In einem Waldstück müssen wir den Befall erst prüfen. Meist weisen wir durch Schilder darauf hin, dass das Betreten auf eigene Gefahr geschieht. Irgendwo in der Wildnis sind es die typischen Gefahren des Waldes. Das ist so, als würde man bei Sturm in den Wald spazieren gehen. Wir können es nicht verbieten, aber raten davon ab.“

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