Ehepaar erlebte lange Irrfahrt nach Güterzug-Unfall

Gleissperrung

SCHWERTE Der Anschlusszug fiel aus, eine Alternative stand nicht zur Verfügung. Und das mitten in der Nacht auf dem Bahnhof von Löhne in Ostwestfalen. Britta Hesselbach-Komander gehörte zu den rund 30 Fahrgästen, die wegen der Gleissperrung bei Beckum in der Nacht zu Mittwoch in Löhne strandeten.

von Von Heiko Mühlbauer

, 06.01.2010, 19:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitten in der Nacht landete Britta Hesselbach-Komander auf dem Bahnhof in Löhne.

Mitten in der Nacht landete Britta Hesselbach-Komander auf dem Bahnhof in Löhne.

„Wir waren kaum auf dem Bahnsteig und der ICE wieder abgefahren, da folgte die Durchsage, dass dieser Regionalexpress ersatzlos entfällt“, erzählt Britta Hesselbach-Komander. Am Ende stiegen die Hesselbachs verzweifelt in einen Bummelzug nach Bielfeld, weil dort noch ein Service-Point der Bahn geöffnet haben sollte. Doch um 23.45 Uhr war nur noch der Mc Donald‘s auf. Das Ehepaar nahm sich ein Taxi und fuhr in die Ruhrstadt zurück. Kostenpunkt: 185 Euro. Die ICE-Tickets hatten 198 Euro für die gesamte Strecke gekostet.

„Wenn das so passiert ist, ist das sehr ärgerlich“, findet auch Bahnsprecher Gerd Felser. Denn schon die Auskunft, man solle in Löhne den Regionalexpress nehmen, sei falsch gewesen. Denn auf dieser Strecke verkehre kein direkter Zug nach Hamm, die Fernreisenden hätten einen Teil der Strecke mit dem Bus zurücklegen müssen. „Das kann man mit Koffern doch niemandem zumuten“, so Felser. Lediglich Reisende nach Bielefeld sollten in Löhne den ICE verlassen. Denn diese Stadt werde über die Umleitungsstrecke nicht angefahren. 

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