Chefarzt Thomas Spahn: Marienkrankenhaus nicht mehr im Corona-Betrieb

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Das Coronavirus hat vieles durcheinander gewirbelt, auch den Ablauf im Marienkrankenhaus. Der Ärztliche Direktor möchte jetzt wieder mit Sicherheit in Richtung Normalbetrieb zurückfinden.

Schwerte

, 04.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im gesamten Kreis Unna gibt es laut Angaben der Kreispressestelle keinen Patienten mehr, der stationär wegen Corona in einer Klinik behandelt wird. Das war nicht immer so: Operationen wurden verschoben, Patienten durften keinen Besuch empfangen, und die Hygieneregeln wurden verschärft. Wegen des Coronavirus lief in Krankenhäusern vieles anders als gewohnt. Aber so langsam kommt wieder Normalität in den Betrieb des Marienkrankenhauses.

An beiden Standorten - Goethestraße und Schützenstraße - laufe fast alles wieder normal, berichtet der Ärztliche Direktor, Privatdozent Dr. Thomas W. Spahn: „Wir haben alle Arbeitsabläufe und die gesamte Klinikorganisation so angepasst, dass jeder Patient, der zu uns kommt, sich sicher fühlen kann“,

Ausnahmen im Einzelfall möglich

An Corona erinnere nach außen noch das Besuchsverbot – wobei Ausnahmen im Einzelfall immer möglich seien und von den behandelnden Ärzten bestätigt werden – sowie die Einlasskontrolle am Schalter in der Krankenwageneinfahrt.

„Wir setzen uns selbst den Anspruch, Patienten auf Augenhöhe zu begegnen, das Menschliche in den Vordergrund zu stellen und mit der größtmöglichen Empathie unsere Arbeit zu erledigen“, erklärt der Ärztliche Direktor. Es schmerze, den Zugang zur Klinik einschränken zu müssen. Aber wegen des unklaren Sars-CoV-2- Infektionsgeschehens gehe der Schutz von Patienten vor.

Im Alltag weiter vorsichtig sein

„Kein Patient, der im Marienkrankenhaus behandelt wird, muss sich sorgen oder ängstigen“, so Thomas Spahn. Nachdem die Organisation und die Arbeitsprozesse unter Covid-19-Bedingungen optimiert worden seien, gehe es nun darum, im Alltag weiterhin Vorsicht walten zu lassen.

So begehe zum Beispiel das Hygieneteam der Klinik jeden Tag die Stationen und Arbeitsbereiche, um über die Einhaltung der bestehenden Regeln zu wachen.

„Seit März haben wir 33 Covid-19-Patienten in unseren Häusern betreut. Auch hier haben wir viel gelernt“, berichtet der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Schutzmaterial stehe in ausreichendem Maße zur Verfügung. Auch würden zum Beispiel infizierte Patienten, deren Gesundheitszustand sich verschlechtert, inzwischen nur kurz auf der Intensivstation stabilisiert und anschließend nach Möglichkeit in spezielle Zentren verlegt - möglichst, bevor beatmet werden muss.

Corona kein ständiger Begleiter mehr

„In den Zentren in Dortmund oder Bochum haben die Kollegen noch bessere Voraussetzungen, Covid-19-Erkrankte schon in der frühen Phase der Infektion optimal zu behandeln“, berichtet der Mediziner. Folge dieser Strategie ist, dass durch die Verlegungspraxis Corona im Marienkrankenhaus kein ständiger Begleiter mehr ist. Thomas Spahn: „Wir halten das Risiko zugunsten unserer Patienten so gering wie möglich. Corona kann und darf kein Grund mehr sein, wichtige Eingriffe und Operationen aufzuschieben.“

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