Dr. Dotzel gibt Praxis in Schwerte auf: Nachfolgerin (37) steht fest

dzKieferorthopädin

Wenn Dr. Willy Dotzel seinen Ruhestand antritt, müssen sich seine Patienten nicht groß umstellen. Dr. Samira Doert führt seine etablierte Praxis fort. Ihr Weg nach Schwerte war lang.

Schwerte

, 23.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kieferorthopädie spielt eine immer bedeutendere Rolle“, sagt Dr. Samira Doert (37) und macht mit viel Zuversicht den Schritt in die Selbstständigkeit. Denn „Kieferorthopädie sorgt für Lebensqualität“, ist ihre Meinung.

Als Kieferorthopädin kümmert sich die Münsterländerin grob gesagt um den richtigen Stand der Zähne im Mund. Das steigert das Wohlbefinden und hat zahngesundheitliche Vorteile.

Fehlstellungen vorbeugen

Wenn die Zähne einen guten Stand haben, sind sie auch weniger anfällig für Karies und Paradontitis (Zahnfleischentzündungen). Gerade Kinder und Jugendliche profitieren davon, wenn Fehlstellungen frühzeitig behandelt werden.

Im Mittelpunkt dieser Prophylaxe stehen die obligatorischen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen, bei denen bereits der Zahnarzt einen kieferorthopädischen Behandlungsbedarf erkennen kann.

Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen

Als Kieferorthopädin empfiehlt Dr. Samira Doert Vorsorgeuntersuchungen bereits ab dem 5. Lebensjahr. Bei ausgeprägten Fehlstellungen ist ein früher Behandlungsbeginn wichtig, um das Kieferwachstum in die richtige Richtung zu lenken.

Dazu gehören Kreuzbisse, stark ausgeprägte Überbisse und ein zu weit vorstehender Unterkiefer (Progenie). Außerdem kann man Kieferfehlstellungen verringern, wenn Daumenlutschen oder das Atmen durch den offenen Mund eine regelrechte Entwicklung von Kiefern stören.

Studium in Münster, Weiterbildung in Jena

In der Regel liegt das optimale Alter für eine kieferorthopädische Behandlung zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr, da die Patienten in diesem Alter noch über ausreichend Wachstum verfügen, um nicht nur die Zähne, sondern auch die Kiefer in die richtige Lage zueinander einstellen zu können.

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Auch im Erwachsenenalter ist es mit modernen Behandlungsmethoden möglich, ein ästhetisch und funktionell ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Schon während ihres Studiums in Münster war Dr. Samira Doert von der Kieferorthopädie fasziniert. Nach zwei Jahren allgemeinzahnärztlicher Tätigkeit in Kamen begann sie die Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in einer kieferorthopädischen Fachpraxis in Arnsberg und setzte diese am Universitätsklinikum Jena fort.

Ein eingespieltes Team

Damit nahm sie ganz zufällig weitgehend den gleichen Weg wie Dr. Willy Dotzel. Auch er studierte Zahnmedizin in Münster und ließ sich später in Jena weiterbilden. Dr. Willy Dotzel betrieb davor eine allgemeinzahnärztliche Praxis in Villigst. Diese übergab er an seine Frau Dr. Petra Dotzel.

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Im Jahr 2000, eröffnete Dotzel die kieferorthopädische Praxis an der Wilhelmstraße 23, die er nun an jüngere Hände weitergibt. Das gilt nicht nur für die Räume, sondern auch das eingespielte Praxis-Team, welches ab Oktober noch durch eine Auszubildende zur zahnmedizinischen Fachangestellten erweitert wird.

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