Die warmen Farben der Malerin Gudrun Ellmer

WANDHOFEN Die Bilder von Gudrun Ellmer zeigen Gegenden, Tiere, Pflanzen. Und eine Mischung aus Absicht und Zufall. Zu sehen sind sie zur Zeit im Rathaus.

21.07.2008, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gudrun Ellmer mit einem ihrer Gemälde.

Gudrun Ellmer mit einem ihrer Gemälde.

Gudrun Ellmer mag die warmen Farben. Die sanften Brauntöne, das erdige Grün. „Ich mische mir meine Farben selbst“, betont die 67-Jährige. Und vor allem das Grün würde sie nie aus der Tube benutzen. Sie schüttelt lächelnd den Kopf. „Ich habe immer einen ganz bestimmten Ton vor Augen.“ Gudrun Ellmer deutet mit dem Zeigefinger vorsichtig auf das dunkle, fast schwarze Grün einer Pinie. „Wenn ich male, stehen die Farben oft am Anfang“, erklärt sie. Die Wandhofenerin spielt gern mit Überlagerungen, Farben und Wasser. Mit einer spannenden Mischung aus Zufall und Absicht.

Hin und wieder leistet sie sich die Freude, erst im zweiten Schritt die Formen zu definieren. Dann schälen sich Dörfer aus den farbigen Flächen. Dann geben sich Blüten zu erkennen. „Ich plane nicht immer bis ins letzte Detail.“ Und gerade in der Aquarellmalerei ergeben sich durch das Verlaufen der Farben reizvolle und unerwartete Strukturen. Gudrun Ellmer sieht das als Anreiz. Sie nickt. Und schlendert weiter. Vorbei an einem Stillleben mit Kaffeemühle, hinüber zu ihrer Blumen-Serie. In kräftigen Acrylfarben leuchten Christrosen und Papageientulpen. An der Wand gegenüber warten wieder die ruhigeren, besonnenen Töne. Lanzarote. Venedig. Sizilien.

„Ich habe nie gemalt, um Geld zu verdienen“, sagt die Künstlerin. Sie sei überrascht gewesen, als sie ihr erstes Bild verkaufen konnte. Und es gebe einige Bilder, die sie nie hergeben würde – weil sie keines ihrer Bilder wiederholen könne.   In der Ausstellung „Fantasie, Farbe, Form“, Rathaus-Galerie, sind Werke von Gudrun Ellmer (Schwerte), Karola Kucera (Herdecke) und Ingrid Dattler (Dortmund) zu sehen.

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