Hier kann man in der Nähe von Schwerte Erdbeeren selber pflücken und das kosten sie

dzErdbeerfelder in Schwerte

Nie schmecken Erdbeeren besser als selbst frisch vom Stängel gezupft. Wo gibt es bei Schwerte Erbeerplantagen, wann haben sie geöffnet und was kosten die Erdbeeren dort?

Schwerte

, 14.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Im kalten Mai wollten die Früchtchen einfach nicht so schnell reifen. Die lange Wartezeit steigerte den Heißhunger auf frische Erdbeeren aus deutschem Anbau umso mehr. Kein Wunder, dass an den Pfingsttagen Hochbetrieb auf dem Garenfelder Feld von Knut Schulze Neuhoff herrschte. Quasi alles, was rote Bäckchen hatte, wurde von den Besuchern so ratzekahl geerntet, dass der Landwirt den Pflanzen am Dienstag eine kurze Pause zum Nachreifen gönnen musste. Ab sofort ist auf der drei Hektar großen Plantage am Treibweg aber wieder täglich Einlass von 9 bis 18.30 Uhr.

Hagel und Mai-Nachtfröste machen Erdbeeren zu einem raren Gut

„Wir werden noch gute zwei Wochen vor Ort sein“, hat Schulze Neuhoff freudige Nachrichten für alle Fans seiner süßen Nascherei. Am meisten Spaß macht es, sie selbst zu suchen und von den Stängeln zu zupfen. Dann sind selbstgepflückte Erdbeeren in Garenfeld zurzeit für 3,50 Euro pro Kilogramm zu haben. „Erdbeeren sind allgemein knapp“, erläutert der Betreiber die Preise. Die Früchte seien ein geringes Gut wegen des Hagels und der Nachtfröste im Mai: „In diesem Jahr kommen alle Naturgewalten zusammen.“

Hier kann man in der Nähe von Schwerte Erdbeeren selber pflücken und das kosten sie

Nächste Abfahrt: Erdbeerfeld. Den Weg zum süßen Glück weist die Tafel am Treibweg in Garenfeld. © Reinhard Schmitz

Wer es eilig hat, kann für 6,80 Euro pro Kilogramm in Garenfeld auch bereits fertig geerntete Ware im Korb bekommen. „Sie werden jeden Tag frisch gepflückt“, betont Schulze Neuhoff. Er hat Glück und langjährige Mitarbeiter aus Polen, die jede Saison zum Pflücken zu ihm kommen. So bleibt er von dem Problem des Helfermangels verschont, der sich in der Landwirtschaft mittlerweile durch alle Sparten ziehe - vom Spargel bis zu den Äpfeln. „Die Leute finden in ihren Heimatländern auch gute Arbeit“, sagt Schulze Neuhoff. Auf Bewerber vom Balkan auszuweichen, stoße auf eine andere Arbeitsmoral, als wir sie kennen. Wie er von Kollegen hörte, seien Bulgaren auch schon mal nach der halben Saison weggeblieben - offensichtlich hätten sie da schon genug verdient gehabt.

Landwirte bauen auf langjährige Helfer aus Polen

Auf eine „sehr gute Truppe aus Polen“ kann auch Rudolf Stöver bauen, der das Erdbeerfeld am Krinkelweg in Dortmund-Holzen bewirtschaftet. Die Mitarbeiter seien schon seit zehn oder 15 Jahren bei ihm: „Ich habe keine Probleme.“ Sie füllen auf dem Gelände die Zwei-Kilo-Körbe, die für 12 Euro zu haben sind. Aber natürlich wird auch in Holzen die Möglichkeit zum Selberpflücken gern und ausgiebig genutzt. Dann können die Früchte für 3 Euro pro Kilogramm mitgenommen werden. Noch rund vier Wochen lang - so schätzt der Betreiber - werde es dieses Vergnügen auf der drei Hektar großen Plantage geben. Geöffnet ist am Krinkelweg täglich - auch sonn- und feiertags - von 8 bis 19 Uhr.

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