Die Stadt warnt das ganze Jahr mit Schildern vor dem Betreten der Eisfläche – aus gutem Grund. © Heiko Mühlbauer
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Der zugefrorene Gehrenbach-Stausee birgt tödliche Gefahr

Eigentlich sieht der Gehrenbach-Stausee in Schwerte bereit aus für einen Schlittschuhlauf. Doch das trügt. Der Weg über das Eis kann tödlich enden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnt.

Es gab Jahre, da waren zahlreiche Schlittschuhfahrer auf dem Gehrenbach-Stausee unterwegs. Und mittlerweile hat sich über den größten Teil des Sees eine Eisdecke gelegt. Doch die ist trügerisch.

Vor allem am Rand und am Ablauf ist ausreichend Wasserbewegung, dort friert es nicht zu. Nicht umsonst warnt die Stadt vor dem Betreten der Eisfläche. Und zwar nicht nur momentan, sondern grundsätzlich. Denn auch wenn das Eis am Rand trägt, heißt das nicht, dass die Eisfläche nach innen genauso dick ist.

„Und wenn man einbricht, wird es lebensgefährlich“, sagt Philipp Parche, Sprecher der DLRG im Bezirk Dortmund.

Was ist, wenn sich die Menschen doch auf das Eis wagen? „Wir raten grundsätzlich davon ab, auf das Eis zu gehen“, sagt Philipp Parche. Der Zeitraum, in dem die tiefen Minustemperaturen in unseren Breiten herrschten, sei viel zu gering. Das Eis würde einfach nicht die Tragfähigkeit haben.

Das Einbrechen auf dem Eis ist lebensgefährlich. Auch weil die Wassertemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt sind. Ein weiteres Problem bei so einem Unfall ist die dicke Kleidung, die man im Winter trägt. Die saugt sich schnell voll mit dem kalten Wasser und zieht den Eingebrochenen zusätzlich mit nach unten.

Deshalb rät die DLRG: sofort um Hilfe rufen und nicht erst lange versuchen, sich selbst aus dem Wasser zu befreien. Wenn überhaupt gelinge die Rettung nur dann, wenn man die Unterarme aufs Eis legt und so flach wie möglich zu robben versucht.

Zeugen so eines Unfalls sollten unverzüglich den Rettungsdienst anrufen und nicht selbst zur Hilfe eilen. Und auch, wenn man sich aus dem Wasser befreit hat, sollte man schnell den Rettungsdienst rufen, denn eine Unterkühlung kann schnell lebensgefährlich werden.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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