Deges startet zweiten Anlauf für neue Fußgängerbrücke am Freischütz

dzAusbau B236

Um die künftig vierspurige B236 überspannen zu können, muss die Fußgängerbrücke am Freischütz neu gebaut werden. Ein erster Versuch war 2018 nach kurzer Zeit gestoppt worden.

Schwerte, Aplerbecker Mark

, 07.05.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zweiter Anlauf für den Neubau der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße 236 am Freischütz. Nachdem die Arbeiten im Sommer 2018 wegen Differenzen mit der ausführenden Firma rasch wieder gestoppt worden waren, sieht es seit Mittwochmorgen vor dem Waldrestaurant nach einem neuen Versuch aus. Ein Tieflader fuhr vor, um einen Bagger mit Bohrgerät abzuladen. Und auf der gegenüberliegenden Seite der Hörder Straße, auf dem früheren Spaziergänger-Parkplatz, ragte ein großer Baukran die Kronen der Bäume hinaus.

Noch in diesem Monat beginnt der Neubau der Fußgängerbrücke

Der Eindruck sollte nicht trügen. „Der Bau der Fußgängerbrücke (...) beginnt noch in diesem Monat“ bestätigte die Sprecherin der federführenden Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (Deges), Simone Döll: „In diesem Monat werden Baugruben für die Widerlager der neuen Brücke ausgehoben.“ Das Bohrgerät werde benötigt, um Wände zur Absicherung der Baugruben zu errichten.

Eine letzte Galgenfrist bleibt der alten Fußgängerbrücke über die B236 am Freischütz bis zu ihrem Abriss. Das Geländer der Zugangsrampe erhielt derweil noch einmal eine vollflächige Holzverkleidung.

Eine letzte Galgenfrist bleibt der alten Fußgängerbrücke über die B236 am Freischütz bis zu ihrem Abriss. Das Geländer der Zugangsrampe erhielt derweil noch einmal eine vollflächige Holzverkleidung. © Reinhard Schmitz

Die „Bauzeit der neuen Brücke beträgt ein Jahr“, erklärte die Sprecherin weiter. Während der Bauphase könne es zu geringen Einschränkungen des Autoverkehrs kommen, es blieben aber beide Fahrtrichtungen der B236 dauerhaft erhalten: „An zwei Wochenenden muss jedoch die B236 für das Einheben der neuen Brücke und den Abbruch der Bestandsbrücke gesperrt werden.“

Neues Bauwerk überspannt mit 34 Metern Länge vier Fahrspuren

Der alten Fußgängerbrücke, die den westlichen und den östlichen Teil des Schwerter Waldes verbindet, verbleibt bis dahin noch eine Galgenfrist. Nach Auskunft der Deges wird sie erst abgerissen, wenn ihre Nachfolgerin fertiggestellt ist. Die erhält eine größere Spannweite, um die künftig in diesem Bereich vierspurige B236 überspannen zu können.

34 Meter lang und mit weit ausschwingenden Aufgangsrampen an den Enden zeigten sie die Entwürfe, die die Behörde schon Ende 2017 bei einer Veranstaltung im Freischütz präsentierte. Damit der Übergang nicht nur zweckmäßig, sondern auch geschwungen und schön war, hatte man extra einen Architekten zu Rate gezogen.

Mit dem Brückenbau sollte der Ausbau der B236 im Schwerter Wald eigentlich im August 2018 starten. Doch kaum hatten die Vorbereitungen begonnen, wurden sie schon wieder gestoppt. Die Deges bemängelt, dass die in Arbeit befindlichen Fundamente die Brücke nicht zuverlässig tragen könnten und kündigte die Vertrag mit dem Brückenbauer. Auch die mit einer Betondecke zur Rampe umgestalteten Aufgangstreppe auf der östlichen Seite wurde wegen unterschiedlicher Meinungen über ihre Qualität gesperrt. Jetzt ist sie benutzbar. Das grobe Holzgeländer an den Seiten hat eine vollflächige Holzkleidung erhalten.

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