Landrat Mario Löhr (SPD) hatte am Montag bereits angekündigt, die Schnelltest-Option in Verbindung mit der Notbremse ziehen zu wollen. © Alexander Heine
Pandemie

Coronavirus: Notbremse und Schnelltest-Option gelten ab Mittwoch im Kreis Unna

Im Kreis Unna gilt ab Mittwoch offiziell die Notbremse. Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine entsprechende Verfügung erlassen. Zeitgleich tritt die sogenannte Schnelltest-Option in Kraft.

In 40 von 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen greift die Notbremse – auch im Kreis Unna, wo sie das Land nun mit Wirkung für diesen Mittwoch infolge einer anhaltend hohen Inzidenz gezogen hat.

Das war freilich nur noch eine Formalie, nachdem die Sieben-Tages-Inzidenz bereits am Montag den dritten Tag infolge über dem Schwellenwert von 100 gelegen hatte. Auch am Dienstag blieb der Trend ungebrochen: Das Landeszentrum Gesundheit gab für den Kreis Unna eine Sieben-Tages-Inzidenz von 105,3 laborbestätigten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Mit Inkrafttreten der Notbremse treten also wieder strengere Regeln in Kraft, für die aber auch gleich wieder Ausnahmen gelten: Ein negativer Schnelltest wird zum Türöffner in Geschäften und Kultureinrichtungen sowie bei einigen Dienstleistern im körpernahen Bereich. Der Besuch beim Friseur und bei der Fußpflege ist trotz Notbremse weiterhin ohne Test möglich, in Kosmetik-, Massage- und Nagelstudios muss dagegen dann ein negativer Test vorgelegt werden.

Landrat Mario Löhr (SPD) hatte bereits am Montag in Erwartung der Notbremse angekündigt, die sogenannte Schnelltest-Option ziehen zu wollen. Auch die Allgemeinverfügung des Landes NRW macht „die Nutzung der entsprechenden Angebote von einem tagesaktuellen bestätigten negativen Ergebnis“ abhängig. Tagesaktuell heißt konkret: Der Test darf maximal 24 Stunden alt sein.

Schnelltest-Option: Land und Kreis Unna in Abstimmung

Der Kreis Unna hat am Dienstag eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die ebenfalls an diesem Mittwoch in Kraft tritt. Damit gilt die sogenannte Schnelltest-Option – und zwar so lange, bis das Land NRW die Notbremse für den Kreis Unna wieder lockert beziehungsweise längstens bis zum 18. April. Dafür muss sich die Sieben-Tages-Inzidenz freilich wieder auf einem Niveau unter 100 einpendeln.

In einer früheren Version dieses Textes hatten wir irrtümlich berichtet, auch bei Friseuren und zur Fußpflege müsse ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Über den Autor
stv. Chefredakteur
Jahrgang 1985, verliebt in seine Heimat am nördlichsten Bogen der Ruhr. Geselliger Vereinsmensch mit vielseitigen Interessen. Im Job brennt er vor allem für politische und menschelnde Storys. Seit 2010 beim Hellweger.
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Alexander Heine

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