Eine landesweite Notbremse für NRW soll es nun doch nicht geben. © Carina Strauß
Coronaschutzverordnung

Corona-Notbremse nur für bestimmte Kreise: Was bedeutet das für Schwerte?

Eine landesweite Notbremse für NRW soll es nun doch nicht geben. Jeder Kreis wird einzeln betrachtet. Was heißt das für Schwerte, für den Einzelhandel ab Montag und für die Osterfeiertage?

Eine landesweite Notbremse, weil der Inzidenzwert in NRW über 100 liegt (121,6; Stand 26.3.), wird es nicht geben. Das stellte Gesundheitsminister Laumann in einer Pressekonferenz am Freitag (26.3.) klar. Die Notbremse greife nur, wenn ein Kreis an drei Tagen hintereinander bei der 7-Tages-Inzidenz über der 100er-Marke liegt.

Das heißt zunächst, dass man im Schwerter Einzelhandel aufatmen kann. Der Inzidenzwert für den Kreis Unna lag am Freitag noch bei 94,7. Die Läden in Schwerte werden für „Click&Meet“ also auch ab Montag (29.3.) geöffnet sein.

Neue Idee soll Shoppen trotz hoher Inzidenz ermöglichen

Trotzdem ist man mit dem Inzidenzwert im Kreis Unna natürlich hart an der Grenze. Doch eine Inzidenz über 100 muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass alles wieder schließen muss. Ab Montag gilt in NRW die neue Coronaschutzverordnung. In diese sei eine neue Idee mit eingeflossen, so Laumann.

Kreise und kreisfreie Städte, die mit ihrer Inzidenz über 100 liegen, können eine Allgemeinverfügung erlassen, die regelt, dass mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist, weiterhin per Click&Meet-System eingekauft werden darf, das heißt shoppen nach vorheriger Terminvereinbarung.

Voraussetzung ist, dass eine ausreichende Teststruktur vorhanden ist. In Schwerte gibt es bereits neun verschiedene Teststellen, ein weiteres Testzentrum soll am Montag an den Start gehen.

„Wenn wir mit Click&Meet weitermachen dürfen, sind wir heilfroh“, erklärte der Schwerter Einzelhändler Joachim Kockelke noch am Montag. Das dürfen er und seine Kollegen zunächst weiterhin, weil die Inzidenz im Kreis Unna unter 100 liegt.

Und selbst wenn sie über 100 steigt, kann eben diese Idee einer Allgemeinverfügung des Kreises das Shoppen in der Schwerter Innenstadt mit Terminvereinbarung und negativem Coronatest ermöglichen.

Kontaktbeschränkungen zu Ostern

Was würde es nun aber für Ostern heißen, wenn der Kreis Unna in der nächsten Woche doch noch die 100er-Inzidenz überschreitet? In Kreisen, die die 100er-Inzidenz überschreiten, gilt eigentlich, dass sich nur ein Hausstand mit maximal einer weiteren Person treffen darf.

Sollte der Kreis Unna tatsächlich noch die 100 überschreiten, würde das auch für Schwerte gelten. Doch vom 1.4. bis 5.4., also über die Osterfeiertage, soll diese Regelung aufgeweicht werden. Dann dürfen sich auch in Kreisen mit einer Inzidenz über 100 zwei Hausstände mit maximal fünf Personen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet) treffen, so wie es derzeit ohnehin für Schwerte und den Kreis Unna geregelt ist.

Sonnenstudios dürfen wieder öffnen

Besonders freuen dürften sich die Sonnenstudios über die neue Coronaschutzverordnung. Sie dürfen ab Montag wieder öffnen. Und egal, ob der Kreis Unna in der nächsten Woche die 100er-Inzidenz überschreitet oder nicht: Friseure und Fußpfleger in Schwerte dürfen weiter arbeiten. Sogar ohne negativen Test.

Wird die 100er-Inzidenz überschritten und der Kreis Unna erlässt eine entsprechende Allgemeinverfügung, dürfen auch alle anderen körpernahen Dienstleistungen weiter angeboten werden, Voraussetzung dafür ist dann allerdings ein negativer Schnelltest.

Mit den neuen Regelungen wolle man auch einen praktischen Anreiz schaffen, sich testen zu lassen, so Laumann. Und nur durch viele Tests könne man die „Dunkelquote“ aufhellen. Das heißt, es würden auch diejenigen Infizierten entdeckt, die gar keine Symptome haben.

Größere Veranstaltungen bleiben, wie in ganz NRW, auch in der Ruhrstadt bis Ende Mai untersagt. Dazu zählen laut Coronaschutzverordnung Volksfeste, Stadt- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Veranstaltungen.

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