Coronakrise und B236-Baustelle nehmen den „Peking Garten“ in die Zange

dzRestaurants in Schwerte

Kurz nach der Eröffnung musste das China-Restaurant wegen der Corona-Krise wieder schließen. Jetzt ist es von der Großbaustelle an der B236 umzingelt. Aber man lässt sich nicht unterkriegen.

Schwerte

, 16.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht um sechs Ecken herum. Über verschlungene Wege an Autobahn und Feld entlang, die sonst eigentlich nur Eingeweihte kennen. Wie durch einen Irrgarten schickt die komplizierte Umleitung derzeit die Gäste des China-Restaurants Peking Garten.

Beim Vorbeifahren an der Hörder Straße scheinen zwar die bonbonfarben leuchtenden Sträucher am Rand seines Parkplatzes zum Greifen nahe. Doch bis man dort sein Auto abstellen kann, ist der Hunger schon doppelt so groß geworden. Denn die direkte Einfahrt über die Bergstraße ist wegen des B236-Ausbaus monatelang gesperrt.

Die Wiedereröffnung des Abendbüfetts bereitet Mitarbeiter Ge Hong im Restaurant Peking Garten vor.

Die Wiedereröffnung des Abendbüfetts bereitet Mitarbeiter Ge Hong im Restaurant Peking Garten vor. © Reinhard Schmitz

„Wir leben in einer Insel in der Baustelle“, beschreibt Mitarbeiter Ge Hong die Lage, umzingelt von einer Masse weißer Plastikwände. Am einfachsten erscheint es noch, sein Auto gegenüber in der Heidestraße stehen zu lassen und die letzten Meter zu Fuß über die Ampel an der Hörder Straße zurückzulegen.

Für alle anderen hat Ge Hong eine Straßenskizze gezeichnet, die er als Handyfoto verschicken kann. Sie müssen auch wissen: Die Baugrube ist jetzt so nah an die Parkplatzeinfahrt herangerückt, dass man sich trauen muss, unmittelbar hinter dem Stromhäuschen über den Bürgersteig zu steuern.

Erst kam die Coronakrise, dann die Großbaustelle an der Straße

Das Team vom Peking Garten lässt sich trotz aller Schwierigkeiten nicht unterkriegen. Erst im Februar hatte man das China-Restaurant in dem Gebäude, in dem früher mal das Hai-Pin und später das Soma zu finden waren, nach komplettem Umbau wiedereröffnet.

Einen Monat später brach die Coronakrise herein und zwang schon wieder zur Schließung. Dann kam zusätzlich der Baustart an der B236 mit dem Aufreißen der Hörder Straße vor der Haustür und dem sechsmonatigen Abbiegeverbot in die Bergstraße.

Um den Kunden die Anfahrt zum Peking Garten zu erleichtern, verschickt Mitarbeiter Ge Hong per Handy eine handgezeichnete Skizze der Umleitung.

Um den Kunden die Anfahrt zum Peking Garten zu erleichtern, verschickt Mitarbeiter Ge Hong per Handy eine handgezeichnete Skizze der Umleitung. © Reinhard Schmitz

Trotzdem wagte man am 19. Juni die Wiedereröffnung nach Corona, auch wenn wegen der Abstandsregeln nur jeder zweite Tisch besetzt werden konnte. Und nachdem die Einschränkungen weiter gelockert sind, kann ab Freitag, 17. Juli, auch wieder ab 18 Uhr das tägliche Abendbüfett angeboten werden.

Dabei dürfen sich die Gäste auf Speisen freuen, die es vorher nicht gab. „Sushi“ verrät Ge Hong als ein Beispiel.

Der Montag ist jetzt zum Ruhetag geworden

Neu ist auch, dass der Montag zum Ruhetag geworden ist. Von dienstags bis sonntags ist ansonsten von 12 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr geöffnet. In der Mittagszeit wird dabei ein Mittagsmenü mit Frühlingsrolle oder einer Pekingsuppe mini als Vorspeise angeboten.

Und wer am Sonntag mit der Familie kommen möchte, kann sich an einem Mittagsbüfett bedienen. Ge Hong und seine Kollegen hoffen, dass viele Gäste den Weg in ihren Peking Garten finden. Zuletzt bedienten sie vor allem Nachbarn, die zu Fuß zum Restaurantbesuch kommen konnten.

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