Chefarzt im Marienkrankenhaus: „Es gibt Anzeichen der Entspannung“

Coronavirus in Schwerte

Wie viele Corona-Patienten werden in den Krankenhäusern behandelt? Steigen die Zahlen weiterhin an? Und wie könnte es weitergehen? Chefarzt Ulrich Franken mit Tipps zum Umgang mit dem Virus.

Schwerte

17.04.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Franken ist Chefarzt im Marienkrankenhaus und informiert regelmäßig über den aktuellen Stand in der Coronakrise.

Dr. Franken ist Chefarzt im Marienkrankenhaus und informiert regelmäßig über den aktuellen Stand in der Coronakrise. © Detlev Schnitker

Wie sieht die Situation in den beiden Schwerter Krankenhäusern aus? Dr. Ulrich Franken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Marienkrankenhaus in der Schützenstraße, nimmt sich ab sofort in regelmäßigen Abständen die Zeit, ein paar Tipps im Umgang mit dem Covid 19-Virus zu geben und aufzuklären.

? Wie schätzen Sie die derzeitige Situation in den Schwerter Krankenhäusern ein?

Die Zahl der bestätigten Covid 19-Fälle pendelt sich auf einem Niveau ein. Wir haben in den letzten Wochen immer zwischen 10 und 15 Patienten stationär behandeln müssen, teilweise unter Beatmung auf den Intensivstationen. Hinzu kommen 10-20 Patienten, die unter Corona-Verdacht standen, die Testergebnisse aber negativ ausfielen. Derzeit sind die Zahlen etwas rückläufig, wir sehen im Moment ein Anzeichen einer Entspannung. Bei aller gebotenen Vorsicht.

? Was bedeutet das konkret?

Zunächst sind wir alle unendlich dankbar, dass uns Szenen wie in China, Frankreich, Italien, Spanien, England und den USA bei uns nicht aufgetreten sind. Insgesamt haben wir in den letzten fünf Wochen 33 Covid 19-Patienten betreut.

? Das heißt, die Krise ist überstanden?

Das weiß keiner so genau. Unsere Strukturen im Krankenhaus bleiben im Krisenmodus. Dennoch überlegen wir bereits, in welchen Schritten die Kliniken wieder in den Regelbetrieb gehen können. Das aber mit aller Vorsicht. Wir benötigen zwar eine klare Ausstiegsstrategie, wollen aber nicht von plötzlich ansteigenden Fallzahlen überrascht werden.

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