Die treppenartigen Marktterrassen bleiben vorerst nur eine Architektenzeichnung. Für die Umgestaltung des Platzes gibt es in diesem Jahr keine Fördermittel. © Riehl Bauermann Partner
Umbau-Stopp

CDU und SPD reagieren auf Fördermittel-Absage für Schwerter Marktplatz

Mit der Absage für Städtebau-Fördermittel des Landes liegt der Umbau des Schwerter Marktplatzes auf Eis. Doch auch andere Projekte sind davon betroffen. CDU und SPD reagieren in einer Stellungnahme.

Der geplante Umbau des Schwerter Marktplatzes wurde in der vergangenen Woche durch eine Nachricht aus Düsseldorf gestoppt. Entgegen der Erwartungen wurde das Projekt nicht in die Liste der Förderprojekte für 2021 aufgenommen. Somit fehlen der Stadt die Städtebau-Fördermittel des Landes zur Umgestaltung des Marktplatzes.

Andere Städte im Kreis erhalten Mittel

Nun haben die Schwerter Fraktionen der SPD und CDU mit einer Presseerklärung auf die Nachricht aus der Landeshauptstadt reagiert. „Nachdem die Stadtverwaltung in den letzten zwei Jahren erfolgreich zahlreiche Fördertöpfe anzapfen konnte, ist Schwerte nun komplett aus der Städtebauförderung des Landes NRW 2021 rausgeflogen“, heißt es in der Presseerklärung.

Aus Sicht der beiden Fraktionen sowie der Beteiligten des Projektes sei diese Entscheidung bitter. Besonders irritierend sei, dass die meisten anderen Städte im Kreis positive Fördermittelzusagen von der Bezirksregierung in Arnsberg erhielten. Naturfreunde und Anwohner, die bei der Umgestaltung des Marktplatzes Gegenwehr zeigten und sich über die fehlenden Fördermittel freuen, denken laut SPD und CDU zu kurz.

Nicht nur der Marktplatz betroffen

Gemeint ist damit, dass die fehlenden Fördermittel sich nicht nur auf den geplanten Umbau des Marktplatzes auswirkten. Auch das Stadtteilentwicklungskonzept für Westhofen, die Statik-Probleme des Ruhrtalmuseums und der geplante Begegnungsort „Neue Mitte“ seien von der Entscheidung des Landes betroffen.

Zudem könne die SG Eintracht Ergste, die stetig wachsende Mitgliederzahlen verzeichne, die Renovierung und den Ausbau ihrer Umkleidekabinen nun nicht mehr vornehmen. „Der erhoffte Impuls für die Schwerter Innenstadt, für Geschäftsleute und Gastronomie, muss weiter auf sich warten lassen, die Investition in eine barrierefreie, grüne City kann in diesem Jahr nicht in Angriff genommen werden“, heißt es weiter in der Presseerklärung der beiden Fraktionen.

Dennoch wollen die Fraktionen von SPD und CDU Bürgergespräche, Bauvorhaben und Weiterentwicklungspläne in der kommenden Zeit weiter vorantreiben, um die Umbaumaßnahmen im nächsten Jahr umsetzen zu können. Da die Stadt Schwerte als Stärkungspaktkommune die notwendigen Maßnahmen nicht aus eigener Kraft finanzieren könne, hoffe man bei Sozial- und Christdemokraten auf Städtebau-Fördermittel im nächsten Jahr.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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