Eigentlich ist Drei ein fröhlicher Hund. Aber er fühlt sich einsam. © Ueberreuter-Verlag
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Ein Hund mit drei Beinen fühlt sich allein und zieht deshalb in die große, weite Welt hinaus. Am Ende ist er nicht mehr einsam - und seine neuen Freunde um eine Erkenntnis reicher.

Jeder Tag ist voller Hopser und Hüpfer für Drei. So heißt der Hund, der dem Buch „Ein Hund namens Drei“ den Titel gibt. Und der Name zeigt auch gleich, was an diesem Hund so besonders ist: Er hat nur drei Beine. Das stört ihn eigentlich nicht großartig. Aber in der Stadt, in der er lebt, sind alle irgendwie anders. Drei gehört eigentlich nirgendwo dazu.

„Ein Hund namens Drei“ von Stephen Michael King. © Ueberreuter-Verlag © Ueberreuter-Verlag

Deshalb entschließt sich Drei, die Stadt zu verlassen. Auf seinem Weg durch die Welt lernt er viele andere Lebewesen kennen, die dem fröhlichen Hund mal mehr, mal weniger freundlich begegnen. Auch hier bleibt das altbekannte Problem: Alle anderen haben eine gerade Anzahl an Beinen. Deshalb wird Drei nicht so richtig glücklich. Bis er auf jemanden trifft, der ihn so mag, wie er ist. Und plötzlich wird alles anders.

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Kinderbuch-Expertin Reinhild Niehues von Bücher Beckmann empfiehlt „Ein Hund namens Drei“ nicht nur wegen der humorvollen Art, mit der Stephen Michael King die Reise des Titelhelden erzählt. Denn auch die Begegnung von Drei mit anderen Lebewesen, die mehr Beine haben als er, wird simpel geschildert – ohne dass eine Seite den Eindruck erweckt, sie müsse sich minderwertig fühlen. Eine wichtige Botschaft für die jungen Leser: Unvoreingenommen durchs Leben gehen.

Stephen Michael King:Ein Hund namens Drei. Ueberreuter-Verlag, 4 bis 6 Jahre, 40 S., 14,05 Euro, ISBN 978-3219119046.

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Kinder- und Jugendbuchexpertin Reinhild Niehues.
Kinder- und Jugendbuchexpertin Reinhild Niehues. © Susanne Kästner © Susanne Kästner

Reinhild Niehues (61) arbeitet in der Buchhandlung Beckmann in Werne. Ihr Spezialgebiet ist die Kinder- und Jugendliteratur, über die sie sich regelmäßig auf dem Laufenden hält. Ihr Wissen gibt sie zudem – sofern Corona es zulässt – auf Elternabenden in Kitas und Schulen weiter.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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