Bewohner des Hauses am Stadtpark können ihre Wünsche an eine Wunschwand hängen

Seniorenzentrum

Um den Bewohnern des Schwerter Seniorenzentrums Haus am Stadtpark Wünsche zu erfüllen, hat Ratsmitglied Bianca Dausend eine Wunschaktion ins Leben gerufen.

Schwerte

, 22.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Bewohner des Hauses am Stadtpark können ihre Wünsche an eine Wunschwand hängen

Enthüllung der Wunschwand im Haus am Stadtpark durch Einrichtungsleiter Jörg Becker und Initiatorin Bianca Dausend. © Foto: Manuela Schwerte

Bianca Dausend stellt gemeinsam mit Einrichtungsleiter Jörg Becker die neue Wunschwand im Seniorenzentrum Haus am Stadtpark vor. „Mir geht es bei dieser Aktion darum, den Bewohnern Erlebnisse zu ermöglichen, die sie aus ihrem Alltag herausholen“, erklärt sie. Die Wand ist am Mittwoch offiziell enthüllt worden und hängt jetzt in der Eingangshalle. Um sie so schön wie möglich zu gestalten, hat Bianca Dausend selbst zur Heißklebepistole gegriffen. „Und dabei ist Basteln nun wirklich keines meiner Talente“, erzählt sie lachend.

Als Wunscherfüllerin im Schwarzwaldstuben

Die Idee zur Einrichtung einer Wunschwand kam der stellvertretenden Ratsvorsitzenden vor einigen Jahren, als sie selbst bei einer Wunschaktion der Ruhr Nachrichten als Wunscherfüllerin tätig war. „Damals wollte eine Bewohnerin des Hauses am Stadtpark zum Kaffeetrinken ins Café Schwarzwaldstuben in Ergste gehen und ich war mit ihr dort. Danach habe ich auch weiter Kontakt zu ihr gehabt.“ Dieses Erlebnis ging ihr in den folgenden Jahren nicht mehr aus dem Kopf. In Kooperation mit dem Einrichtungsleiter Jörg Becker und Michaela Kops von der Sozialdienstleitung organisierte sie deshalb jetzt die Wunschwand. „Ich bin von den beiden sehr gut begleitet und unterstützt worden“, lobt sie das Engagement des Seniorenheims.

Ehrenamtliche helfen bei der Umsetzung

Das Konzept ist einfach: Bewohner können ihre Wünsche auf eine bunte Karte schreiben und an die Wand pinnen, dann wird ein Wunscherfüller gesucht. Bianca Dausend hat im Vorfeld gezielt Ehrenamtliche aus Schwerte angesprochen und sie gefragt, ob sie mithelfen wollen. „Ich habe Menschen gefragt, die ich als zuverlässig und empathisch kenne, damit die Bewohner wirklich ein schönes Erlebnis haben“, erklärt Dausend. „Die Reaktion von allen, die ich gefragt habe, waren positiv, alle wollen mithelfen.“

Der Fokus liegt auf ideelen Wünschen

Dabei gehe es hauptsächlich um Erlebniswünsche von einem Besuch im Kino oder im Theater über ein gemeinsames Essen Gehen oder einen Spieleabend. Bei der Wunscherfüllung werden die Bewohner zusätzlich immer von einem Mitarbeiter des Seniorenzentrums begleitet, erklärt Einrichtungsleiter Jörg Becker. „Die Erfüllung der Wünsche ist dabei für unsere Bewohner grundsätzlich kostenlos.“

In den Wochen vor der Enthüllung der Wand wurden die Bewohner des Hauses am Stadtpark und ihre Familien über die Aktion informiert und hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen. „Viele haben positiv reagiert und finden die Idee gut“, berichtet Michaela Kops, Leiterin des sozialen Diensts. „Einige waren allerdings noch etwas skeptisch. Das wird sich hoffentlich ändern, wenn die ersten Wünsche erfüllt sind.“

Der erste Wunsch hängt

Und das könnte schon bald passieren, denn ein erster Wunsch hängt bereits. Ruth Jahn wünscht sich einen Besuch im Theater. „Früher ist sie oft ins Theater gegangen. Jetzt sitzt sie im Rollstuhl, aber sie möchte das trotzdem gerne nochmal machen“, erzählt Michaela Kops. Grundsätzlich könnte sie sich auch vorstellen, die Aktion in anderen Seniorenheimen fortzusetzen, so Dausend. „Wir haben schon Gespräche geführt, wollen uns aber erst mal Zeit lassen und schauen, wie das Angebot hier angenommen wird.“ Sie freut sich über den Beginn der Aktion, die das ganze Jahr weiterlaufen soll, und verspricht: „Diesen ersten Wunsch erfülle ich gerne selbst.“

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