Endlich wieder da ist der Trödelmarkt des Hilfsvereins Louisa an der Ostenstraße. Die Tische werden – solange Corona es zulässt – wie gewohnt an der bronzenen Pannekaukenfrau aufgebaut. © Reinhard Schmitz
Fußgängerzone Schwerte

Beim Trödelmarkt an der Pannekaukenfrau gibt’s bald keinen Trödel mehr

Der beliebte Trödelmarkt des Louisa-Hilfsvereins ist nach der Corona-Zwangspause zurück und hat eine großzügige Spende erhalten. Das gewohnte Angebot bleibt allerdings nicht mehr lange.

Schön mit einem überlangen „Ö“. Oder „endlich“. Mit Worten wie diesen wurde Ester Maria Grulke überschüttet, als sie nach monatelanger Corona-Zwangspause endlich wieder den Trödelstand ihres Louisa-Vereins an der Ostenstraße aufbauen durfte.

Geschirr, Bücher, CDs und DVDs sowie einiges Kurioses lockten auf den Tischen rund um die bronzene Pannekaukenfrau zum Stöbern nach Herzenslust. Und natürlich auch zu einem Pläuschchen mit der Verkäuferin und anderen Trödelfans. Eine begeisterte Kundin brachte die Stimmung in der Fußgängerzone auf den Punkt: „Die Stadt hat wieder Leben.“

Trödel wird nur noch bis Ende August angenommen

Und das soll jetzt wie seit Jahren gewohnt dreimal in der Woche zu erleben sein. Nicht nur an den Markttagen mittwochs und samstags, sondern zusätzlich auch noch freitags ist der Louisa-Trödelmarkt jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

„Ab sofort nehmen wir auch wieder Bücher- und Trödelspenden an“, sagt Ester Maria Grulke. Trödel kann allerdings nur noch bis Ende August angenommen werden. Denn danach wird – wenn alle restlichen Lagerbestände abverkauft sind – das Angebot umgestellt: „Wir konzentrieren uns nur noch auf Bücher.“

Freudig überrascht wurde Ester Maria Grulke (l.) vom Hilfsverein Louisa, als ihr der Ingenieur Jörg Zum Drook (M.) eine Spende von 1500 Euro überreichte, die er zusammen mit ehemaligen Studienkollegen bei einem selbst organisierten Spendenlauf zusammengetragen hatte.
Freudig überrascht wurde Ester Maria Grulke (l.) vom Hilfsverein Louisa, als ihr der Ingenieur Jörg Zum Drook (M.) eine Spende von 1500 Euro überreichte, die er zusammen mit ehemaligen Studienkollegen bei einem selbst organisierten Spendenlauf zusammengetragen hatte. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Während die Aktivitäten des Louisa-Vereins in Schwerte von den Corona-Bestimmungen ausgebremst wurden, ging seine Arbeit in Argentinien weiter, wo ein Kinderdorf in Garupa unter anderem mit den Trödel-Einnahmen unterstützt wird. Nachdem die jetzt monatelang ausblieben, kam unverhofft eine andere Spende.

Der Ingenieur Jörg Zum Drook schenkte dem Verein den stolzen Betrag von 1500 Euro. Die Summe hatte er zusammen mit Freunden gesammelt, mit denen er vor 20 Jahren gemeinsam an der Technischen Universität Dortmund studiert hatte. Mittlerweile sind die Ex-Kommilitonen zwar über ganz Deutschland verstreut, wollten jedoch das 20-Jährige nicht so einfach verstreichen lassen.

Ehemalige Studienkollegen veranstalteten einen Spendenlauf

So kam man auf die Idee, einen Spendenlauf zu veranstalten – und zwar völlig Corona-konform. „Jeder ist alleine gelaufen“, berichtet Jörg Zum Drook. An dem Wohnort in Deutschland, wo sie jeweils leben, waren die Freunde zwischen Anfang April und Ende Mai in den Laufschuhen unterwegs. Nicht nur sie alleine, denn auch weitere Personen beteiligten sich an der Aktion – von Kindern bis hin zu einer 94-Jährigen, die drei Kilometer mit dem Rollator zurücklegte.

Für jeden Kilometer, den die Teilnehmer schafften, wurden 50 Cent in die Spendenkasse gelegt, so dass am Ende die 1500 Euro zusammenkamen. Die auf diese Weise freudig überraschte Ester Maria Grulke bedankte sich ganz herzlich für die Spende, die bei ihrem Projekt in Argentinien hoch willkommen sein wird

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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