Für die Bundestagswahl 2017 gab es für Oliver Kaczmarek 100 Prozent Zustimmung: Es spricht vieles dafür, dass der Parteichef sich auch für die Wahl im September der breiten Rückendeckung seiner Genossen sicher sein kann. © Alexander Heine / Heine
Bundestagswahl

Bei der SPD im Kreis Unna läuft der Countdown für die Kandidatenkür

Die SPD hat einen straffen Zeitplan. In zwei Wochen sollen die Kandidaten für die Bundestagswahl gekürt werden – dabei ist mit Blick auf die Corona-Regeln nicht abschließend geklärt, wie.

Oliver Kaczmarek will nochmal – und es sieht alles danach aus, als wollten seine Genossen ihn auch: Die Sozialdemokraten im südlichen Kreis Unna setzen für die Bundestagswahl aller Voraussicht nach auf ihren Parteichef. Eine Konkurrenz wie seinem Fraktionskollegen Michael Thews aus Lünen droht Kaczmarek offenbar nicht.

Nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr habe er der Partei seine Bereitschaft für eine erneute Bundestagskandidatur signalisiert, verwies Kaczmarek auf laufende, parteiinterne Gespräche. Demnach haben die Vorsitzenden der Stadt- und Ortsverbände ihre Zustimmung bereits im Dezember signalisiert, derzeit laufen noch digitale Versammlungen, in denen sich der 50-Jährige den Mitgliedern stellt.

„Ich würde es gerne nochmal machen.“

Oliver Kaczmarek (SPD)

„Ich würde es gerne nochmal machen“, sagte Kaczmarek, der dem Deutschen Bundestag seit 2009 angehört, im Gespräch mit dieser Redaktion. In der laufenden Legislaturperiode ist er Vorstandsmitglied der SPD-Bundestagsfraktion und ihr Sprecher für Bildung und Forschung.

SPD will Kandidaten Mitte Februar nominieren

Der Zeitplan der SPD ist straff: Noch im Februar sollen die Bundestagskandidaten für die Wahlkreise Unna I und Unna II/Hamm nominiert und damit offiziell ins Rennen geschickt werden; zumal der SPD-Landesverband seine Reserveliste für die Bundestagswahl bereits im April aufstellen will. Vor dem Hintergrund der geltenden Regeln und Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie ist nur noch nicht abschließend geklärt, wie die Nominierungen im Unterbezirk Unna erfolgen sollen.

Zwar hat der Bundestag vergangene Woche eine Rechtsverordnung erlassen, wonach Parteien ihre Bundestagskandidaten ausnahmsweise auf elektronischem Wege bestimmten dürfen – die Abstimmung muss gleichwohl per Brief- oder Urnenwahl erfolgen. Eine Briefwahl sei mit Blick auf den Zeitdruck allerdings keine Option, so Oliver Kaczmarek.

Kein Gegenkandidat für Oliver Kaczmarek

Der Parteichef kann sich seiner Nominierung im Wahlkreis Unna I, die für den 20. Februar geplant ist, übrigens so gut wie sicher sein: Einen Gegenkandidaten gibt es dem Vernehmen nach nicht.

Anders sieht das im Wahlkreis Hamm/Unna II (Hamm, Lünen, Werne, Selm) aus. Dort fordert Thilo Scholle (40) Michael Thews heraus, der seit 2013 für die SPD im Bundestag sitzt. Beide kommen aus Lünen. Die Nominierung des Bundestagskandidaten ist für Donnerstag, 18. Februar, in Hamm geplant.

Über den Autor
stv. Chefredakteur
Jahrgang 1985, verliebt in seine Heimat am nördlichsten Bogen der Ruhr. Geselliger Vereinsmensch mit vielseitigen Interessen. Im Job brennt er vor allem für politische und menschelnde Storys. Seit 2010 beim Hellweger.
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Alexander Heine

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