Ausbau der Hörder Straße in Schwerte: Was sich ändern soll und wie lange es dauern kann

dzB236

Wie stellen sich die Planer die Ortsdurchfahrt der B236 künftig vor? Ein Blick in die Pläne verrät, es wird kein großer Wurf. Aber zumindest im Detail gibt es Verbesserungen.

Schwerte

, 10.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Genau 21 Werktage lang liegen die Pläne für den Ausbau der B236 im Rathaus aus. Bisher, so berichten die Mitarbeiterinnen des Planungsamtes, sind täglich vier bis fünf Bürger gekommen, um sich anzuschauen, was Straßen.NRW für die Ortsdurchfahrt Schwerte plant. Wenn das so weitergeht, werden sich rund 100 Bürger die Mühe gemacht haben, in den drei Ordner-Paketen zumindest geblättert zu haben.

Ausbau der Hörder Straße in Schwerte: Was sich ändern soll und wie lange es dauern kann

Drei dicke Akten liegen im Rathaus, Zimmer 411a, zur Einsicht bereit. © Berkenbusch

Drei große Teilpläne zeigen den Verlauf der Hörder Straße von McDonald’s am Eckey bis zur Kreuzung Schützenstraße/Ostentor. Eine Strecke von knapp zwei Kilometern, die Autofahrern auf dem Weg nach und von Schwerte gleichermaßen lang vorkommt, weil sie oft nur im Schritttempo absolviert werden kann. Der Ausbau soll Abhilfe schaffen, vermutlich aber erst in zehn Jahren.

Bis zum Baubeginn können noch viele Jahre vergehen

Jetzt liegen erst einmal die Pläne aus, nach dem 5. Juni können Bürger sechseinhalb Wochen lang schriftlich Kritik und Anregungen zu den Ideen von Straßen.NRW äußern. Erst danach entscheidet die Bezirksregierung Arnsberg, was gebaut werden darf. Sollte es Klagen geben, kann es noch Jahre dauern, bis eine Entscheidung fällt.

Straßen.NRW informiert am Donnerstag, 23. Mai, um 17 Uhr Bürgerinnen und Bürger in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums, Ostberger Straße 17, über das Planfeststellungsverfahren.

Große Überraschungen scheint die neue B236 nicht zu bieten zu haben. Für den Straßenverlauf gibt es keine Alternative, die Kreuzungen bleiben „eckig“, auch am Ostentor wird es keinen Kreisverkehr geben. Aber vor allem stadtauswärts soll es nach dem Umbau ein wenig schneller gehen. Gerade da, wo die Straße bergauf geht und Lastwagen manchmal zu Kriechgeschwindigkeit verurteilt sind, verspricht Straßen.NRW Besserung durch eine zusätzliche Fahrspur.

Mehrfache Wechsel zwischen zwei und vier Fahrspuren

Schon in Höhe des Hallenbads und im Bereich der Kreuzung Béthune-/Wittekindstraße wird der Verkehr vierspurig fließen, stadtauswärts wird er sich allerdings in Höhe Freiherr-vom-Stein-Straße wieder auf eine Spur verengen.

Ausbau der Hörder Straße in Schwerte: Was sich ändern soll und wie lange es dauern kann

Béthunestraße/Wittkindstraße: Von hier aus geht‘s noch ein Stückchen auf zwei Fahrspuren stadtauswärts weiter. © Berkenbusch

Dafür ist auf beiden Seiten zumindest ein Parkstreifen eingezeichnet.

Die „runde Ecke“ an der Karl-Gerharts-Straße bleibt im Großen und Ganzen, wie man sie kennt: Eine Spur führt aus Schwerte raus, eine biegt links in Richtung Bahnhof ab.

Jetzt lesen

In die Gegenrichtung führen weiterhin zwei Spuren inklusive des Rechtsabbiegers zur Karl-Gerharts-Straße. Die Bahnbrücken bleiben eine Engstelle, dort müssen Autofahrer, Radfaher und Fußgänger nach wie vor eng zusammenrücken.

Ausbau der Hörder Straße in Schwerte: Was sich ändern soll und wie lange es dauern kann

An der „runden Ecke“ an der Karl-Gerharts-Straße wird sich nicht viel verändern. © Berkenbusch

Zukunftsmusik: Eine ausgebaute B236 vom Tunnel bis zum Ostentor

Ab der Bergischen Straße geht es dann allerdings zweispurig in Richtung Aplerbeck weiter. Und an der Autobahn soll die Stadtdurchfahrt dann mit dem bereits ausgebauten Teilstück zwischen Tunnel und A1 verknüpft werden. Bis dahin braucht es allerdings noch rund ein Jahrzehnt Geduld.

Homepage der Stadt

Pläne können auch im Internet eingesehen werden Die Planunterlagen liegen nicht nur im Rathaus aus. Auf ihrer Homepage bietet die Stadt Schwerte alle Planunterlagen zur Einsicht an.
Lesen Sie jetzt