Nachdem in der Vorwoche wie in vielen Filialen im Land zunächst noch die Technik streikte, läuft die Ausgabe der für den digitalen Impfnachweis nötigen QR-Codes mittlerweile. © Lisa Dröttboom
Service der Apotheken

Auf dem Weg zum digitalen Impfnachweis: An den Spam-Ordner denken!

Seit einer Woche stellen Apotheken geimpften Personen Codes aus, um an den digitalen Impfnachweis zu kommen. Wer wegen technischer Probleme vertröstet wurde, sollte einen Hinweis beachten.

Vor einer Woche stellte der Deutsche Apothekerverband (DAV) für seine Mitglieder ein Portal scharf, mit dem Filialen im Land geimpften Personen einen QR-Code erstellen konnten. Über die Corona-Warn-App oder die Covpass-App lässt sich der Code aufs Smartphone übertragen.

Wird ein Nachweis über eine erfolgte Corona-Impfung verlangt, soll dann beispielsweise ein Konzertveranstalter mit entsprechender Software den in der App hinterlegten Code prüfen und nachverfolgen, ob die Zweitimpfung (ein Termin bei Impfung mit Johnson&Johnson) bereits erfolgt ist und die erforderlichen 14 Tage seit der Impfung vergangen sind.

Aufgrund der hohen Nachfrage klappte das Erstellen der QR-Codes zunächst mäßig: Die Server waren überlastet, das System verweigerte zwischenzeitlich immer wieder den Dienst. „Das war dann auch in den Folgetagen immer mal wieder der Fall“, sagt Sonja Wahlhäuser aus der Holzwickeder Allee-Apotheke.

Aufgestaute Aufträge für digitalen Impfnachweis nach Feierabend abgearbeitet

Hier löste man das Problem wie folgt: Streikte die Software, bekamen Kunden den nötigen Code im Nachgang als PDF-Datei per Mail zugesendet oder konnten sich das Dokument ausgedruckt zu einem späteren Zeitpunkt vor Ort abholen. Zwischen 60 und 80 Aufträge für den digitalen Impfnachweis seien so unter der Woche zusammengekommen, schätzt die Apothekerin.

„Die haben wir mitunter nach Ladenschluss bearbeitet. Und mittlerweile auch abgearbeitet“, sagte Wahlhäuser am Montagmorgen (21. Juni). Nach einer Woche funktioniere das System nun recht zuverlässig.

Überraschende Wendung

Nachdem ich am ersten Juni-Wochenende mit dem Johnson&Johnson-Vakzin geimpft wurde, sollte auch ich im Nachgang über die Apotheke eine Mail mit dem Code bekommen. Da ich es nicht eilig mit meinem digitalen Impfnachweis hatte, wunderte ich mich zunächst nicht über die scheinbar ausbleibende Mail aus der Allee-Apotheke. Zum Wochenstart klingelte ich aber dann doch mal an der Allee durch, schließlich waren sieben Tage vergangen.

Und siehe da: „Sie sind nicht der erste Kunde, der anfragt. Schauen Sie mal in ihren Spam-Ordner“, lautete der freundliche Tipp von Sonja Wahlhäuser. Und siehe da: Hier fand sich auch die entsprechende Email, die die Apothekerin noch am 14. Juni in den Abendstunden verschickt hatte.

Wer in einer Filiale war, die zunächst keinen QR-Code vor Ort generieren konnte und diesen wie die Allee-Apotheke über den elektronischen Postweg nachreichen wollte, der sollte in seinen Spam-Ordner schauen.

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Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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