Ärger um Wiesengrund-Brücke nicht verflogen

Jugend-Treffpunkt

Müll, Lärm, Pöbeleien: Vor einem Jahr haben sich Anwohner zum ersten Mal über abhängende Jugendliche am Wiesengrund beschwert. Bei einer Versammlung im Ergster Jugendzentrum wurde am Mittwoch deutlich: Der Ärger ist noch nicht verflogen.

ERGSTE

von Von Anne Petersohn

, 26.04.2012, 12:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Aus meiner Sicht hat sich nichts verbessert“, erklärte ein Anwohner. „Im Gegenteil: Neuerdings wird man persönlich angegangen.“ Beim Spaziergang habe ihm einer der Jugendlichen damit gedroht, bei der nächsten Begegnung eine Waffe einzusetzen. „Wenn Sie nicht aufhören, die Polizei zu rufen, wird es hier eskalieren“, soll der Schüler gerufen haben.Die Jugendlichen wehrten sich gegen die Vorwürfe. „Sie wollen doch gar nicht sehen, dass sich etwas verbessert hat“, befand Dennis. Zumal es irgendeinen Treffpunkt geben müsse, an dem junge Menschen zusammen Zeit verbringen könnten. Immerhin: Der Lärm sei weniger geworden, lenkten eine Anwohnerin ein. „Trotzdem landen weiterhin Flaschen im Bach“, sagte sie.

Überhaupt nehme der Alkoholkonsum zu – ein Problem, das auch die zehn anwesenden Jugendlichen eingestehen mussten. „Unsere Gruppe ist in drei Untergrüppchen gespalten – wir sind nicht mehr so vernetzt wie früher“, sagte Leo. Und diejenigen, die regelmäßig alkoholisiert herumpöbelten, seien gar nicht erst zur Versammlung gekommen. Genau an diesem Punkt müsse man ansetzen, befand Peter Blaschke. Er will mit Vertretern der Stadtverwaltung Kontakt zu den Jugendlichen aufnehmen, die sich dem Gespräch entzogen haben. „Wir werden verbindliche Absprachen treffen.“ Im Sommer soll es außerdem ein Grillfest für Jugendliche und Anwohner geben.

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