Polizei in Schwerte

Abgeschnittene Haare und Friseurbedarf: Polizei trifft 20 Personen in Schwerter Keller an

Im Keller eines Geschäftshauses an der Hagener Straßen sollen sich am Freitag 20 Personen getroffen haben. Die Polizei löste das Treffen auf und fand nicht nur Friseurbedarf.
Die Polizei traf am Freitag eine Gruppe von 20 Personen in einem Keller an der Hagener Straße an. © picture alliance/dpa

Der Lockdown hält an, Friseure dürfen zunächst nicht wieder öffnen. Eine Gruppe von 20 Personen konnte aber wohl nicht länger auf einen neuen Haarschnitt warten.

Am Freitag (15.1.) suchte die Polizei nach eigenen Angaben gegen 16.45 Uhr ein Geschäftshaus an der Hagener Straße auf. Vorausgegangen war dem Einsatz ein Hinweis aus der Bevölkerung, teilte die Polizei am Montag (18.1.) mit.

In einem Raum im Keller des Gebäudes sollen die Einsatzkräfte dann eine Gruppe von 20 Personen angetroffen haben. Diese sollen laut Polizei weder Mund-Nasen-Masken getragen noch Abstand gehalten haben. Bei den Personen habe es sich überwiegend um Männer gehandelt und mindestens eine Person gehe nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen dem Beruf des Friseurs nach. Das erklärte ein Polizeisprecher am Montag.

Haare, Friseurbedarf und Drogen

Auf dem Boden hätten abgeschnittene Haare gelegen, auf den Tischen soll Friseurbedarf gelegen haben. „Darüber hinaus nahm die Polizei Drogengeruch wahr“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Auf Nachfrage bestätigte der Polizeisprecher, dass es sich dabei um Marihuana-Geruch gehandelt hat. Bei der Durchsuchung des Gebäudes hätten die Beamten dann diverse Drogen sichergestellt.

Bei dem Einsatz wurden drei Personen vorläufig festgenommen. Diese wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hagen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Gegen sämtliche Personen habe die Polizei Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die geltende Coronaschutzverordnung eingeleitet, so die Polizei weiter. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.

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