Quarantäne für 26 Tönnies-Mitarbeiter im Kreis – Keine Schwerter Fälle

Corona-Ausbruch

Wie stark ist der Kreis Unna betroffen vom Corona-Ausbruch bei Tönnies? Darauf gab es nun Antworten. Fast 30 Einwohner stehen unter Quarantäne. In Schwerte gibt es wohl keine Fälle.

Schwerte

, 22.06.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sah es in Verl aus: Bundeswehrsoldaten in Schutzanzügen patrollieren in einer Siedlung, in der viele Tönnies-Mitarbeiter leben. Auch im Kreis Unna gibt es Fälle.

So sah es in Verl aus: Bundeswehrsoldaten in Schutzanzügen patrollieren in einer Siedlung, in der viele Tönnies-Mitarbeiter leben. Auch im Kreis Unna gibt es Fälle. © picture alliance/dpa

Gesundheitsdezernent Uwe Hasche gab am Montagnachmittag in einer Telefon-Konferenz des Kreises Unna einen Überblick zur Lage im Kreis.

Er bestätigte das, was am Wochenende nur Gerücht war: Zwischen 20 und 30 Mitarbeiter von Tönnies leben im Kreis Unna. Sie alle stehen derzeit unter Quarantäne.

In welchen Städten und Gemeinden diese Mitarbeiter wohnen? Vor allem im Nordkreis, so Hasche. Ein Tönnies-Mitarbeiter aus Lünen war schon am Freitag als Corona-positiv gemeldet worden. Dort gibt es mittlerweile mehrere infizierte Familienmitglieder. Es gab einen weiteren positiven Fall aus Bergkamen.

Überall im Kreis wohnen Tönnies-Mitarbeiter – in Schwerte nicht

Schwerte hat zwar wieder einen Anstieg an Corona-Fällen. Aber eben keinen Fall, der der Firma Tönnies zugerechnet werden kann.

Was auch nicht verwunderlich ist: In allen Städten und Gemeinden im Kreis Unna wohnen Tönnies-Mitarbeiter, mit Ausnahme von Schwerte und Holzwickede.

Zumindest war das der aktuelle Kenntnisstand des Kreises. „Es war stellenweise Kraut und Rüben, was wir da aus Rheda-Wiedenbrück bekommen haben“, unterstrich Hasche.

Soll heißen: Es gab immer neue Listen von Mitarbeitern, die dann nicht vollständig oder sogar falsch waren. Viele Adressen und Telefonnummern hätten gefehlt.

Im Wesentliche gelte aber: Die Tönnies-Mitarbeiter aus dem Kreis Unna würden eher nicht in der Fleischzerlegung arbeiten, also dort, wo die Corona-Fälle explosionsartig auftraten.

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