15 neue Stolpersteine sollen an Schwerter NS-Opfer erinnern

Stolpersteine in Schwerte

Einen weiteren Stolperstein hat Schwerter Boden am vergangenen Freitag dazu gewonnen. Die Messingplatten geben Verfolgten der Hitler-Zeit einen Namen.

Schwerte

, 21.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Künstler Gunter Demnig (l.) verlegte einen Stolperstein zur Erinnerung an Karl Gerharts. Mit dabei waren (v.l.) Christin Nickels, Bürgermeister Dimitrios Axourgos (2. v.l.), Reinhild Hoffmann, Georg Grocholl und Anna Koolmees.

Künstler Gunter Demnig (l.) verlegte einen Stolperstein zur Erinnerung an Karl Gerharts. Mit dabei waren (v.l.) Christin Nickels, Bürgermeister Dimitrios Axourgos (2. v.l.), Reinhild Hoffmann, Georg Grocholl und Anna Koolmees. © Foto: Manuela Schwerte

An vielen Stellen im Schwerter Stadtgebiet sind bereits Stolpersteine verlegt worden. Ein weiterer kam am vergangenen Freitag hinzu.

Mit der jüngsten Aktion ist die Zahl der Stolpersteine in Schwerte auf 67 gewachsen. Sie erinnern an Menschen, die in Nazi-Deutschland verfolgt und ermordet worden sind. So wie Karl Gerharts, einer der großen Sozialdemokraten der Ruhrstadt. Er hat im Hause Hörder Straße 59 gelebt. Auf dem Gehweg davor hat der Künstler Gunter Demnig den ersten Stolperstein verlegt. „Das ist hier perfekt vorbereitet worden“, freute sich Demnig über die gute Vorarbeit von Mitarbeiter aus dem Baubetriebshof der Stadt Schwerte.

Der Stolperstein für Karl Gerharts wurde vor seinem alten Wohnhaus an der Hörder Straße 59 verlegt.

Der Stolperstein für Karl Gerharts wurde vor seinem alten Wohnhaus an der Hörder Straße 59 verlegt. © Foto: Manuela Schwerte

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in mehr als 1200 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas. Eine Stolperschwelle liegt sogar in Argentinien.

Jetzt lesen

Erster Stolperstein wurde in Schwerte im Jahr 2006 verlegt

Auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos war bei der Verlegung dabei: „Die Qualität unserer Erinnerungen ist hier und heute das Fundament, auf dem unsere Zukunft gebaut ist“, sagte er. „Deshalb begrüße ich es sehr, dass in unserer Stadt Stolpersteine verlegt werden, die uns an dunkle Seiten unserer Vergangenheit erinnern und uns mahnen“.

Weitere aktuelle Verlegestellen in Schwerte gab es in der Bergischen Straße, in der Friedensstraße, in der Hagener Straße oder am Markt 7. Begleitet wird das Projekt in Schwerte von der Initiative „Stolpersteine für Schwerte“, die bei der jüngsten Verlegeaktion von Christin Nickles vertreten wurde.

Jetzt lesen

Übrigens: Die ersten Stolpersteine wurden in Schwerte im September 2006 verlegt. Der Rat der Stadt Schwerte hatte die Aktion seinerzeit beschlossen.

Mehr zum Thema gibt es auf der offiziellen Homepage unter www.stoplersteine.eu.

Lesen Sie jetzt