© Foto: Manuela Schwerte
Fußball

Was ist da denn los? Bei einem Schwerter Fußballklub wächst hohes Gras auf dem Ascheplatz

Beinahe ein Meter sind einige Grashalme lang. Eher ungewöhnlich, sie wachsen auf dem Ascheplatz eines Schwerter Fußballklubs. Dieser kennt das Problem bereits und hat Maßnahmen ergriffen.

Es sprießt, und sprießt, und sprießt. Gemeint sind damit nicht die Träume des C-Kreisligisten TuS Wandhofen vom Aufstieg in der Kreisliga B oder gar von der angestrebten Fusion mit dem VfL Schwerte. Sondern ein ganz spezielles Gras auf dem Ascheplatz des TuS Wandhofen, dass seit Wochen für leichte Irritation sorgt.

Ist da überhaupt normales Training möglich?

Nicht nur die Sportredaktion der Ruhr Nachrichten Schwerte fragte sich, ob auf diesem Belag überhaupt noch ein normales Training möglich sei. Die Antwort von Heinz-Friedrich Bodenstein, dem 1. Vorsitzenden des TuS Wandhofen, fiel überraschend positiv aus: „Es sieht zwar nicht besonders schön aus, aber beim Training stört es nicht. Es tut auch nicht weh oder schneidet in die Beine.“

Wie das mysteriöse Gras denn nun heiße, das da aus der Asche der Ruhrtalkampfbahn wächst, konnte Bodenstein auch nicht sagen. Es sehe aus wie Beifuß, habe aber kaum Wurzeln. Schön sei es natürlich nicht.

Bevor es jetzt immer weiter in die Höhe wächst und die undefinierbaren Stengel immer länger werden und die Fußballer und Fußballerinnen des TuS Wandhofen vielleicht doch nicht mehr auf dem mitgenommenen Ascheplatz trainieren können, soll es dem Gras demnächst an die Wurzel gehen.

Aber erst müsse es regnen, wie Bodenstein sagt: „Wir haben dafür ein spezielles Gerät zum Abziehen. Das funktioniert aber nur, wenn es zuvor geregnet habe und der Platz danach leicht feucht ist. Neben dem Platzwart haben wir noch zwei weitere Personen, die sich darum kümmern. Das Abziehen muss mehrmals passieren.“

Die Probleme gab es bereits im Vorjahr

Die Hoffnung, dass das undefinierbare Gras dann für immer und ewig in der Bio-Tonne verschwindet, scheint aber trügerisch. Bereits im Vorjahr gab’s diese Probleme auf der Anlage. Und dass es jetzt derart hoch stehe, habe damit zu tun, dass in der Corona-Zeit die Anlage nicht betreten werden durfte, so Bodenstein: „Die Stadt Schwerte hat damit nichts zu tun. Wir haben einen Nutzungsvertrag und wir müssen uns auch darum kümmern.“

Beim TuS Wandhofen, der einzige Fußballklub der Stadt, der noch auf Asche spielt, wartet man jetzt also hoffnungsfroh auf den nächsten Regen. Und wahrscheinlich auch auf das neue Stadion am Wandhofener Bruch. Dort gibt’s dann einen Kunstrasen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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