Auf Vladimir Kunz (li.) und Alexander Rüster, hier gegen den Geisecker SV im November des vergangenen Jahres, dürfte mit dem SC Berchum/Garenfeld nach dem Aufstieg eine anstrengende Landesligasaison zukommen. © Bernd Paulitschke
Fußball-Landesliga

Vorfreude beim SC Berchum/Garenfeld, aber auch eine gewisse Sorge

Nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte müssen die Fußballer des SC Berchum/Garenfeld in der bevorstehenden Landesligasaison mit einem strammen Programm rechnen.

Die Vorfreude auf die sportlichen Herausforderungen nach dem Aufstieg in die Landesliga ist groß beim SC Berchum/Garenfeld. Noch nie in seiner Vereinsgeschichte hat der SC in dieser Spielklasse um Punkte gespielt.

Verbunden mit dem Sprung in die siebthöchste Spielklasse ist bei den Berchum/Garenfeldern Verantwortlichen aber auch eine gewisse Sorge, in der bevorstehenden Saison 2020/21 ein ziemlich strammes Programm absolvieren zu müssen.

Wegener: „Das wird ganz schön happig“

Ende dieser Woche wollen die Funktionäre des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) das Geheimnis lüften, welche Mannschaft in welcher Liga spielt und wann die Saison beginn.

Es ist davon auszugehen, dass die FLVW-Verantwortlichen den Saisonauftakt für das erste oder zweite September-Wochenende terminieren. Weiterhin ist davon auszugehen, dass es bei vier Landesliga-Staffeln bleiben wird.

Was daraus folgt, fasst Thomas Wegener, Sportlicher Leiter des SC Berchum/Garenfeld, kurz und knapp zusammen: „Das wird ganz schön happig.“

Wochentags nach Bad Berleburg?

Wegener hat schon mal durchgerechnet: „Ich komme auf eine 17er- und drei 18er-Staffeln. Das heißt, es gibt einen Plan mit 34 Spieltagen. Und es soll irgendwann im September in eine Saison gehen, in der besonders in kälteren Monaten den Sport lähmende Coronafälle zumindest nicht unwahrscheinlicher werden“, meint Wegener.

Thomas Wegener, Sportlicher Leiter des SC Berchum/Garenfeld, befürchtet einen Termin-Engpass für die Landesligasaison 2020/21. © SC Berchum/Garenfeld © SC Berchum/Garenfeld

Der Sportliche Leiter befürchtet, dass Wochen-Spieltage unausweichlich sind. „Es könnte sein, dass wir zum Beispiel unter der Woche in Bad Berleburg antreten müssen – wissen die Herren vom Verband, dass das keine Profis, sondern arbeitende junge Männer betrifft?“

Überschneidungen mit der EM

Wenn man dann auch noch den Plan verfolge, mit der Saison bis zum Beginn der Europameisterschaft fertig zu sein, „dann weiß ich erst recht nicht, wie sie das regulär hinkriegen wollen“, meint Thomas Wegener.

Die EM soll am 11. Juni beginnen. Dass die letzten Spieltage der Amateurfußballsaison sich mit Partien der europäischen Titelkämpfe überschneiden, scheint unvermeidbar. Aber wenn einem stattdessen ein Wochentags-Trip nach Bad Berleburg erspart bleibt…

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Michael Doetsch

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