Ein Spiel der Handball-Verbandsliga fällt dem Coronavirus zum Opfer. © picture alliance/dpa
Handball-Verbandsliga

Vor Schwerter Handball-Derby: Eine faire Lösung statt einer vollen Halle – keine Abendkasse

Es bleibt kompliziert zwischen Sport und Corona. Das spürt auch die HSG Schwerte/Westhofen vor dem Derby am Samstag gegen Villigst-Ergste. Eine volle Halle gibt's nicht, dafür aber eine faire Lösung.

Unter normalen Umständen würde das Handball-Derby zwischen der HSG Schwerte/Westhofen und HVE Villigst-Ergste rappelvoll werden. Mit 500 Fans ist zu rechnen. Immerhin empfängt der Tabellensiebte am Samstagabend (19.45 Uhr, FBG-Halle) den Tabellenführer der Handball-Verbandsliga. Doch was ist schon normal in diesen Tagen. Auf jeden Fall haben die Verantwortlichen der HSG Schwerte/Westhofen eine faire Lösung gefunden, um unter verschärften Corona-Bedingungen ein sicheres Derby durchzuführen.

Das Telefon stand in den vergangenen Tagen nicht still bei Rolf Linnemann, dem Sportlichen Leiter der HSG. Noch gilt gesetzlich die 2G-Regel. Klar war aber auch: Trotz dieser Maßnahme, trotz des Bundesliga-Spiels in Dortmund gegen die Bayern – die Halle im Friedrich-Bährens-Gymnasium dürfte rappelvoll werden. „Wir haben mit rund 500 Zuschauern gerechnet, die aus unseren Stammvereinen kommen, vom Gegner und aus der Nachbarschaft. Es ist halt ein echtes Derby, da ist die Hütte voll“, versicherte Linnemann.

Aber genau das sollte nicht sein. „Wir wollten aber nicht, dass so etwas passiert wie in der Vorwoche beim 1. FC Köln. Wir tragen für die Gesundheit der Zuschauer und der Spieler die Verantwortung“, erklärte Linnemann. Gesagt, getan. Nach einem intensiven Austausch mit den Stammvereinen und mit dem Trainerteam gibt’s jetzt eine Lösung: Die Zuschauerzahl wird auf 120 begrenzt. 60 Tickets sind für den Gastgeber bestimmt, 60 für den HVE Villigst-Ergste. Dazu gilt die 2G plus-Regelung. Heißt: Geimpfte und Genesene müssen entweder einen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder einen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorweisen.

Und noch etwas unterscheidet sich von einem normalen Derby. Es gibt keine Abendkasse, Fans mussten sich per Mail anmelden. Nur wer eine bestätigte Voranmeldung vorweisen kann, wird eingelassen. Einfach abends mal vorbeischauen und sich eine Karte kaufen, wird definitiv nicht funktionieren. In der Halle selbst herrscht Maskenpflicht bis zum Platz. Am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden, beim Verlassen muss sie wieder aufgesetzt werden.

Mehr Ordner im Einsatz – HSG Schwerte/Westhofen reagiert

Dass alles so abläuft, wie vom Gesetzgeber gewünscht, dafür hat die HSG Schwerte/Westhofen ihr Ordnerkontingent von drei auf fünf erhöht. Weil überall in Deutschland die Inzidenzen steigen, ist die Lage weiter ungewiss. Corona und Amateursport, das bleibt kompliziert. Die Handball- und Basketball-Verbände in Niedersachsen und Bremen haben auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert und ihren Spielbetrieb vorerst bis Ende Januar eingestellt. Bereits am heutigen Donnerstag will die NRW-Regierung verkünden, wie es im Sport im Land weitergehen soll.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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