Beim VV Schwerte findet Volleyballtraining auch in Corona-Zeiten statt. In den eigenen vier Wänden ist Kreativität gefragt. © Bernd Paulitschke
Volleyball

Volleyballtraining in den eigenen vier Wänden – wie soll das denn gehen?

In Zeiten des Lockdowns sind die Sporthallen dicht - da geht es den Volleyballerinnen des VV Schwerte nicht anders als allen anderen Mannschaftssportlern, die nicht als Profi unterwegs sind.

Auf der faulen Haut liegen die Spielerinnen des VV Schwerte aber keineswegs – das Gegenteil ist der Fall. „Wir sind nach wie vor sehr fleißig“, sagt Sabine Rott. Nicht nur in ihrer Funktion als Trainerin der Oberliga-Damen und der älteren Jugendmannschaften des Vereins ist der ehemaligen Bundesligaspielerin sehr daran gelegen, dass ihre Schützlinge aktiv bleiben.

Sabine Rott ist Trainerin beim VV Schwerte und zudem im Vorstand verantwortlich für den Bereich Jugend- und Talentförderung. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Denn darüber hinaus ist Rott auch im Vorstand des VVS für den Bereich Jugend- und Nachwuchsförderung verantwortlich.

Gemeinsam mit ihrem Trainerteam und auch Sarah Müller, die zurzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim VV Schwerte absolviert und sich ebenfalls einbringt, konzipiert Sabine Rott die virtuellen Trainingseinheiten für die verschiedenen Mannschaften und deckt dabei die ganze Bandbreite ab – von der ersten Damenmannschaft über die ambitionierten älteren Jugendlichen bis hin zu den Kleinsten, die sich der Sportart noch eher spielerisch nähern.

Aber was hat man sich inhaltlich unter den Trainingseinheiten vorzustellen? „Volleyball in den eigenen vier Wänden“, bringt es Sabine Rott auf den Punkt, „man muss schon kreativ sein.“ Athletik-Übungen, die über ein Zoom-Meeting gemeinsam absolviert werden, gehören genauso dazu wie spielerisches Kegeln für den jüngsten Nachwuchs, bei dem auch mal zusammengeknüllte Socken als Ball dienen dürfen.

Fachsimpeln über ein Bundesligaspiel

Darüber hinaus seien die gemeinsamen virtuellen Termine aber auch wichtig, um den Teamspirit aufrecht zu erhalten – zum Beispiel, wenn im Fernsehen ein Volleyball-Bundesligaspiel live übertragen wird, das dann zum Fachsimpeln über Zoom einlädt.

„So ein Austausch ist schon wichtig“, sagt die Schwerter Trainerin – auch vor dem Hintergrund, dass möglichst alle Spielerinnen trotz der langen Zwangspause, deren Ende noch nicht abzusehen ist, am Ball bleiben. „Bisher liegen uns noch keine coronabedingten Abmeldungen vor. Aber ich befürchte, in einem gewissen Maß müssen wir damit rechnen“, meint Sabine Rott.

Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass die eine oder andere Spielerin dem Volleyballsport den Rücken kehrt, liegt es dann aber ganz sicher nicht an Sabine Rotts Kreativität und dem Engagement ihrer Trainer- und Vorstandskollegen. Denn sie gewährleisten ein Volleyballtraining beim VV Schwerte auch in Corona-Zeiten.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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