Tom Wotzlawski (li.), hier im Duell mit Jasmin Smajlovic, ist einer der jungen Spieler in den Reihen des Geisecker SV. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Vogelwildes Spiel seiner jungen Hüpfer nimmt der Derbysieg-Trainer gerne in Kauf

Der Punkteteilung zum Saisonauftakt ließ der Geisecker SV den 2:1-Derbysieg beim ETuS/DJK Schwerte folgen - den Saisonstart haben die „Kleeblätter“ zumindest nicht in den Sand gesetzt.

Einige graue Haare hat Thomas Wotzlawski schon – mit Anfang 50 nichts Außergewöhnliches. Doch am vergangenen Sonntag seien sicherlich ein paar graue Haare hinzugekommen, meint der Trainer des Geisecker SV – der 2:1-Derbysieg beim ETuS/DJK Schwerte hat Nerven gekostet.

Dabei hätte man zur Halbzeit auf die Idee kommen können, dass es aus Geisecker Sicht ein eher entspanntes Derby werden würde. Mit 2:0 lagen die „Kleeblätter“ vorne gegen den Lokalrivalen aus Schwerte-Ost, der in den ersten 45 Minuten einen eher harmlosen Eindruck hinterließ.

Geisecker SV „verbaselt“ die Kontersituationen

Aber das änderte sich nach Wiederanpfiff – und spätestens nach dem Anschlusstor der „Östlichen“ (55.) hing der Auswärtssieg der „Kleeblätter“ am seidenen Faden. Ein drittes Tor hätte die Gemüter des Anhangs ganz sicher beruhigt. Aber anstatt für die Vorentscheidung zu sorgen, gingen die Geisecker Offensivspieler ziemlich schlampig mit ihren Kontersituationen um und „verbaselten“ viele Szenen mit ungenauen Pässen, bevor überhaupt Torchancen entstehen konnten.

Allzu hart ins Gericht ging Trainer Wotzlawski mit seinen Schützlingen aber nicht – im Gegenteil. „Natürlich war es zwischenzeitlich mal vogelwild. Aber wenn so viele junge Hüpfer auf dem Platz stehen, muss man das auch mal in Kauf nehmen“, erklärt der Trainer. Mit Stürmer Adam Bouadjaj und den Mittelfeldspielern Koray Sener und Max Wolff standen drei Spieler in der Startformation, die ihr erste Saison im Seniorenbereich absolvieren. Tommaso Loto und Trainersohn Tom Wotzlawski sind nur unwesentlich älter.

Die jungen Spieler lassen sich nicht hängen

Mit anderen Worten: Fast die Hälfte der Geisecker Mannschaft ist gerade mal Anfang 20 oder jünger. „Die Jungs trainieren gut und zeigen Leistung – und so spielen sie auch“, sagt der Trainer und lobt die Einstellung seiner Youngsters: „Sie lassen sich nicht hängen – auch wenn es mal nicht so gut läuft.“

Der Lohn dafür: Der prestigeträchtige Derbysieg und vier Punkte nach zwei Spielen – den Saisonstart hat der Geisecker SV zumindest nicht in den Sand gesetzt.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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