Kevin Großkreutz im BVB-Trikot - das war auch schon in der C-Jugend so, als er dem Nachwuchs des VfL Schwerte im Hoeschpark das Fürchten lehrte. © picture alliance / dpa
Fußball

VfL-Spieler nach Debakel: Haben Bälle gegen Großkreutz nur möglichst weit weggeschossen

Die Spurensuche nach Details zu dem ominösen C-Jugendspiel gegen den VfL Schwerte, in dem Kevin Großkreutz 14 Tore geschossen haben soll, geht weiter. Es hat sich jemand gemeldet, der dabei war.

Die Geschichte des ominösen Spiels, das BVB-Publikumsliebling Kevin Großkreutz als Highlight seiner Karriere bezeichnet hat, geht in die Verlängerung. Zur Erinnerung: Großkreutz hatte auf die Frage nach dem größten Spiel seiner Karriere geantwortet: „Ich habe mal in der C-Jugend 14 Tore in einem Spiel gemacht, im Kreispokal gegen den VfL Schwerte.“

Die folgende Spurensuche nach mehr Details zu dieser Partie, wie zum Beispiel das Ergebnis, führte trotz intensiver Bemühungen bisher noch nicht zum gewünschten Ergebnis – so ganz genau konnte sich keiner mehr an die Geschehnisse erinnern.

Großkreutz selbst meint, das Spiel sei 21:0 oder 22:0 ausgegangen und habe im Dortmunder Hoeschpark stattgefunden. Zumindest der zweite Teil der Aussage stimmt – sagt zumindest Andreas Braun. Bevor er sein fußballerisches Wirken auf den Job des Schiedsrichters lenkte, spielte Braun für den VfL Schwerte in der Jugend.

Andreas Braun war im Hoeschpark dabei

Und offenbar war er damals dabei. Jedenfalls hat sich Andreas Braun aufgrund unserer Berichterstattung gemeldet. Er könne sich an besagtes Spiel erinnern, so Braun.

Der Schwerter Andreas Braun (Mitte) pfeift seit Sommer für den TuS Bövinghausen. Dort wird es wohl bald ein Wiedersehen mit seinem C-Jugend-Gegenspieler aus dem Hoeschpark. © Privat © Privat

Ob es wirklich ein Kreispokalspiel oder sogar ein Meisterschaftsspiel der damaligen Sonderklasse gewesen sei, wisse er nicht mehr. „Wie es Christoph Kleine auch schon berichtet hat, haben wir damals öfter gegen den BVB gespielt“, erzählt Braun.

Und weiter: „Es war auf jeden Fall im Hoeschpark, aber nicht auf Rasen, sondern auf dem mittleren Ascheplatz – es gab da noch zwei Rasen- und zwei Ascheplätze.“ Er wisse noch, „dass wir das Spiel auf jeden Fall mit mehr als 20 Toren verloren haben – 21:0 oder 22:0 kann schon sein“, so Andreas Braun.

Der BVB war nicht zu bremsen

Wie eindeutig die Kräfteverhältnisse damals offenbar verteilt waren, beschreibt der Schwerter so: „Der BVB war einfach nicht zu bremsen, wir hatten kaum den Ball am Fuß – und wenn, dann doch nur für wenige Sekunden. Ich kann mich gut erinnern, dass wir irgendwann den Ball nur noch ins Seiten-Aus gedroschen haben, damit wir Zeit gewinnen. Entweder haben wir den Ball runter zum Rasenplatz oder nach oben über eine Mauer zum anderen Ascheplatz gekickt. Denn das hat dann immer eine Zeit gedauert, bis der Ball wieder im Spiel war.“

Kevin Großkreutz war noch nicht bekannt

Bleibt am Schluss noch die Frage, ob Kevin Großkreutz wirklich 14 Tore in dieser Partie geschossen hat. „Ein bekannter Spieler war Kevin damals noch nicht. Deshalb kann ich nicht sagen, ob er wirklich 14 Mal getroffen hat. Aber an diesem Tag war das durchaus möglich“, meint Andreas Braun.

In Kürze wird Braun den Ex-Profi wohl nochmal genauer dazu befragen können, denn die beiden werden sich künftig wohl mal über den Weg laufen. Denn im Sommer 2020 wechselte Andreas Braun als Schiedsrichter vom ETuS/DJK Schwerte zum TuS Bövinghausen – dem Verein, bei dem Kevin Großkreutz nach dem Ende seiner Profikarriere künftig kicken wird. So schließt sich der Kreis.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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