Mehrfach wurde der Kanu- und Surf-Verein Schwerte zuletzt Opfer von Zerstörung. © Michael Doetsch
Vandalismus

Vandalismus an der Kanuslalom-Strecke: Verein wehrt sich und spricht über mögliche Gründe

Insgesamt drei Vorfälle ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit an der Schwerter Kanuslalom-Anlage. Der Vorsitzende des KVS erklärt, wie der Verein das Problem in den Griff kriegen will.

Drei Vorfälle, die den Vereinsverantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn treiben, ereigneten sich innerhalb einiger Tage an der Kanuslalom-Strecke des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte.

Zunächst hatten ein oder mehrere unbekannte Täter 15 Tragseile zerschnitten, an denen die Slalomtore über der Ruhr befestigt sind. Nur drei Tage später, in der Nacht vom 17. auf den 18. April, misslang der erneute Versuch, die Anlage zu beschädigen.

Polizei hat einen Täter ermittelt

Die Polizei ermittelte einen Täter, den sie auf frischer Tat ertappte. Ob es sich bei der Person um einen Einzeltäter handle und diese auch für den ersten Zerstörungs-Akt verantwortlich war, vermochte die Pressestelle der Polizei allerdings noch nicht zu sagen.

Kurz vor dem ersten Angriff auf die Slalomtore selbst habe es zudem einen Einbruchversuch in die Bootshalle des Vereins gegeben, bei dem das Schloss demoliert wurde.

Klaus Volke: Kein Dumme-Jungen-Streich

Warum wird der Kanu- und Surf-Verein Opfer von Vandalismus? „Man kann nur spekulieren. Wir tappen schon sehr im Dunkeln“, sagt Klaus Volke, Vorsitzender des Vereins.

An einen Dumme-Jungen-Streich habe er von Anfang an nicht geglaubt. „Das macht man mal mit einem Tor oder zwei, aber nicht mit 15“, sagt Volke.

Volke unterstreicht, dass es an der Slalomstrecke des KVS nicht wertvolles zu erbeuten gebe, keine teuren Metalle oder ähnliches. „Ich gehe von Vandalismus aus. Da hat keiner was von. Es ist reine Zerstörung“, so der Vorsitzende.

Entsprechend halten sich die Materialkosten zwar in Grenzen. Doch der entstehende Arbeitsaufwand ist enorm. Mit rund 30 Helferinnen und Helfern setzte der Klub am Samstag seine Anlage wieder instand.

Zwar freute sich der KVS über die große Hilfsbereitschaft seiner Mitglieder – doch der Anlass war natürlich alles andere als wünschenswert. „Das ist schon sehr aufwendig sowas wirft uns immer wieder sehr zurück“, sagt Volke.

Klaus Volke und der Kanu- und Surf-Verein Schwerte erhöhen nun die Sicherheit. © Bodo Brauer © Bodo Brauer

Damit solche ärgerlichen Vorfälle an der Ruhr demnächst der Vergangenheit angehören, handelt der Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten. „Es wird häufiger Streife gegangen“, sagt Volke. Dies sei mit der Polizei abgesprochen.

KVS erhöht die Sicherheit

Auch der Einsatz von Kameras bleibt ein Thema. Datenschutzrechtlich sei es zwar nicht erlaub, öffentlichen Raum wie die Ruhr oder den Ruhrwanderweg zu überwachen. Doch auf dem eigenen Gelände sei die Lage eine andere, so Volke.

Sporadisch will der Klub dort nun eine eigene, mobile Überwachungskamera einsetzen. Die „neuralgischen Punkte“ sollen so im Wechsel überwacht werden, sagt Volke.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
Zur Autorenseite
Avatar

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.