Im Tischtennis soll Corona-bedingt bis zum Sommer möglichst noch eine Einfachrunde gespielt werden. Der Termin für den Aufschlag zum Re-Start steht nun fest. © dpa
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Tischtennisverband beschäftigt sich mit Saisonabbruch – und was sagen die Spieler?

Der Corona-Lockdown bremst die Amateursportler aus, auch die Tischtennisspieler blicken in eine ungewisse Zukunft. Aber es gibt einen Fahrplan, wie es weitergehen könnte.

Der Westdeutsche Tischtennisverband (WTTV) versucht, seinen Vereinen so etwas wie Planungssicherheit zu geben. Nach den Vorstellungen des WTTV sollen die ursprünglich für Januar und Februar angesetzten Mannschaftsspiele verlegt werden. Sollte auch im März noch kein Tischtennis möglich sein, sollen diese Partien ab dem Wochenende 24./25. April ausgetragen werden.

Zudem hatte der Verband angekündigt, sich mit einem Saisonabbruch zu beschäftigen, falls das Sportverbot bis zu den Osterferien bestehen bleibt.

Und was sagen die Vereinsvertreter zum Vorgehen des WTTV? Wir haben uns bei den heimischen Tischtennisklubs umgehört und sind auf Stimmenfang gegangen.

Thomas Eisenberg (Vorsitzender der Tischtennisabteilung des TuS Holzen-Sommerberg): „Es wurde endlich ein Plan seitens des WTTV kommuniziert, was ich sehr begrüße. Der Verband hat es nicht einfach, wir hängen alle in der Luft. Selbst wenn Lockerungen beschlossen werden, was aktuell nicht zu erwarten ist, müssen die Kommunen die Hallen öffnen. Und das ist nicht absehbar. „Ich persönlich glaube an eine Annullierung, und unter den sportlichen Gesichtspunkten wäre das die richtige Entscheidung. Wir wären froh, überhaupt wieder trainieren zu dürfen. Der Wettkampf steht nicht im Vordergrund.“

Amelie Tschirbs, Spitzenspielerin des TuS Holzen-Sommerberg. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Amelie Tschirbs (Spitzenspielerin der Verbandsliga-Damen des TuS Holzen-Sommerberg): „Die Entscheidung des WTTV ist gut getroffen. Der Verband wird sich genug Gedanken gemacht haben, um für uns alle möglichst die richtige Entscheidung zu fällen. Wir sollten die Entscheidung akzeptieren, weil es aktuell einfach total schwierig vorherzusehen ist, was in Zukunft passiert.“

Steven Prause, Mannschaftsführer der TTVg Schwerte. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Steven Prause (Mannschaftsführer der ersten Herrenmannschaft der TTVg Schwerte): „Nach der Lockdown-Verlängerung hätte ich eine finale Entscheidung gut gefunden. Jetzt warten wir ab und haben noch den Aufwand, Spiele zu verlegen, die wahrscheinlich gar nicht stattfinden. Sollte es doch noch weitergehen, wären das sportliche Niveau und ein fairer Wettbewerb mehr als fraglich, da wir alle lange nicht mehr gespielt haben. Mein Ansatz ist, dass wir die Saison abbrechen und ab September einen neuen Versuch starten.““

Julian Seibert (Mannschaftsführer der ersten Herrenmannschaft der SG Eintracht Ergste): „Die Idee, dass wir die Spiele spätestens im April spielen, wenn es möglich ist, finde ich richtig. Die Saison zu annullieren, wenn diese nach den Osterferien nicht fortgesetzt werden kann, finde ich ebenfalls nachvollziehbar.“

Julian Seibert, Mannschaftsführer der SG Eintracht Ergste. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Seibert geht aber noch einen Schritt weiter und hat sich Gedanken über den Spielplan für die Saison 2021/22 gemacht. Er meint: „Ich würde die erste Hälfte der Hinrunde schon fünf bis Wochen vor den Sommerferien beginnen und die restlichen Spiele danach austragen. Dann ist die Hinrunde bis Oktober gespielt. Da wir im Oktober von einer dritten Infektionswelle ausgehen müssen und der Großteil in Deutschland nicht geimpft sein wird, hätte das bei der ursprünglichen Terminierung zur Folge, dass eventuell die dritte Saison in Folge abgebrochen werden müsste.“

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