Nachdem er seine Profikarriere beendet hat, wird Kevin Großkreutz künftig für den Westfalenligisten TuS Bövinghausen auflaufen. © Stephan Schuetze
Fußball

Testspiel gegen Großkreutz-Team als Revanche? Wohl aber nicht zum Nulltarif für den VfL

Die Geschichte um das ominöse C-Junioren-Spiel zwischen dem BVB und dem VfL Schwerte vor etwa 20 Jahren, bei dem Ex-Profi Kevin Großkreutz nach eigener Aussage 14 Tore geschossen hat, bekommt ein weiteres Kapitel.

Nachdem Frank Samson, Geschäftsführer des VfL Schwerte, Großkreutz‘ Antwort auf die Frage nach dem größten Spiel seiner Karriere gelesen hatte („Ich habe mal in der C-Jugend 14 Tore in einem Spiel gemacht, im Kreispokal gegen den VfL Schwerte“) kam ihm spontan eine Idee: Samson nahm Kontakt zum neuen Verein des Südtribünen-Lieblings, dem Dortmunder Westfalenligisten TuS Bövinghausen, auf, um möglicherweise ein Freundschaftsspiel in die Wege zu leiten.

Mit ein bisschen Augenzwinkern hat Samson an die Bövinghauser Verantwortlichen geschrieben: „Wir, der VfL Schwerte, waren bereits in jungen Jahren Gegner ihres wohl prominentesten Neuzugangs. Da die 14 Tore von Herrn Großkreutz aktuell sogar in der bundesweiten Presse für Schlagzeilen sorgen, würden wir das ungerne so stehen lassen.

Frank Samson (re.), Geschäftsführer des VfL Schwerte. © Michael Doetsch © Michael Doetsch

Daher möchten wir Ihre erste Mannschaft zu einer Revanche gegen unser Bezirksligateam einladen, sobald die aktuelle Lage dies wieder zulässt.“

Bövinghauser Vereinsboss will sich melden

Die Antwort des neuen Kevin-Großkreutz-Klubs ließ nicht lange auf sich warten. „Wenn der Lockdown zu Ende ist, melde ich mich bei Euch“, schrieb der schillernde Präsident des Vereins, Ajan Dzaferoski – das hört sich doch danach an, als könnte etwas werden aus einer Neuauflage des Duells VfL Schwerte gegen Kevin Großkreutz und Co.

Allerdings gibt es ein solches Spiel für den VfL Schwerte möglicherweise nicht zum Nulltarif. Denn Dzaferoski, der schon vor einem Jahr im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten offen zugegeben hat, dass er seinen Klub als Invest sieht, möchte offenbar mit Testspielen Geld verdienen. „Treten wir auf fremden Plätzen an, möchten wir schon 50 Prozent der Eintrittsgelder“, sagt Dzaferoski. Er begründet es damit, dass die Klubs durch den prominenten Namen Großkreutz mehr Zuschauer begrüßen werden. Somit werden mehr Tickets verkauft und auch mehr Geld durch das Catering generiert.

„Das soll überhaupt nicht arrogant wirken. Wir haben in Kevin Großkreutz investiert. Auch für den Amateurfußball. Und wenn die anderen Vereine dadurch finanziell profitieren, möchten wir das auch“, sagt Dzaferoski – wie gesagt, er ist halt ein Geschäftsmann.

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